Muli schreibt...

Samstag 22. Juli 2017

# Wie gesagt, die Gesellschaft rutscht wieder auf den alten Stand zurück: Nur noch jedes zweite Kind lernt schwimmen.

Mittwoch 19. Juli 2017

# Und wenn wir schon beim rücksichtslosen, desinteressierten und raubbauenden Naturvernichtungs-Menschen sind, dann passt mein frisch aufgerissenes Paket an Ressourcenverschwendung auch gleich gut dazu. Treue Leserinnen und Leser - und Lesex und Lesianer und Lesoloten und was auch immer es noch so heutzutage gibt - werden sich vielleicht noch an den Eintrag hier erinnern, wo ich die vergangene Kindheit aktuell und recht kommerziell auf Billig-Niveau kompensiere und mich darüber freue.

Sie ist da - Foto und Foto - und ich bin tatsächlich sehr zufrieden. Körperlich Baujahr 81, aber geistig in den 80ern-90ern somit. So soll es sein und nur so schafft man die Etappe des Alltaglebens. Und der Tragekonform ist ebenso angenehm, er ist nämlich nicht präsent, da sich der Körper die Uhr(en) so schnell aneignet, dass man sie nach 10 Minuten bereits wieder "vergisst". Fein.

Nachtrag: Und der Taschenrechner ist auch da. Und ebenso auch die kleine, runde Uhr, die ich vermutlich nur selten oder nie tragen werde, aber sie passt hervorragend zu dem Metall-Wecker aus einem großen, schwedischen Einrichtungshaus - Foto. \o/

# Yeah. Unsere Zukunft, die Sichtweise auf unsere Erdkugel und das kollektive Miteinander ist gesichert!

"Türkei speckt Darwins Evolutionstheorie in Lehrplänen ab - Naturgeschichte, Evolutionsbiologie und die historische Entwicklung dieser Theorie würden dagegen künftig nur noch an Universitäten gelehrt, wo es einen detaillierteren Biologieunterricht gebe."

\ironieoff

Nachtrag: Wisst ihr, was mich so fertig macht? Dass man nach Jahrhunderten an dunkler Weissagung, religiösen Fuchteln und gesellschaftlichen Zwängen es in eine relativ aufgeklärte Welt geschafft hat, aber sich das Ganze in den letzten ~10 Jahren plötzlich überall wieder zurück entwickelt oder "Altes" wieder vergessen wird. Mir fällt das auch bei manchen Studien auf, die oft die gleichen Inhalte haben, wie Studien, die schon vor 20~30 Jahren durchgeführt wurden, aber nun plötzlich als Hipster-Neuentdeckung gelten. Also entweder Wissen geht weiter verloren oder man tritt gefühlt auf der Stelle (und nein, es gibt auch noch andere Gebiete, nicht nur der obligatorische medizinische Fortschritt, der immer als positives Beispiel herangezogen und ausgeschlachtet wird). Ich glaube ja, dass man in 20-30 Jahren in der Masse wieder auf dem Stand der 50er sein wird - zumindest in vielen wissenschaftlichen Bereichen des allgemeinen Wissens.

Ich habe mir gestern - so nebenbei übrigens - irgendwo alte Schwarzweiß-Aufnahmen aus Europa angeschaut, wo Frauen verhaftet werden, weil sie einen "Bikini" anhaben oder ein kurzes Kleid und man denkt sich "Naja, damals in den 30ern und so" - dann liest man das Datum und es steht 1968, 1976 und lauter so absurde Sachen, wo man sich wirklich fragt, was das nur für eine unglaublich verklemmte Zeit da und dort war? Ein freies Frauenbein, ein freier Rücken oder auch die Idee, dass man sich von kleinen Mikroben zu irgendwelchen behaarten Säugetieren dann weiter zu Menschen entwickelt hat und solche Dinge, die eigentlich banal und in sich bedeutungslos für das Individuum sind, aber so einen massiven Aufruhr verursachen und Empörung und was weiß ich... mich fasziniert und stößt es zugleich massiv ab. Und das Schlimme daran ist ja auch, dass unter den diversen Deckmänteln ja erst recht schmutzig, pervers, hinterhältig oder gierig gehandelt wurde. Egal ob religiös abgesichert oder aufgrund der "Sitte und des Moral". Und diese Diskussion, dass wir aus einer Form Gottes direkt gegossen wurde, hält auch nur solange man nicht auf unterschiedliche Menschengattungen zeigt - da fehlen dann plötzlich die Argumente und es wird in anderem Maß gewertet.

Nachtrag: Mich erinnert das manchmal an rechte oder linke Radikale, die was von Moral und Sitten faseln und die "Ordnung ihrer besseren Welt" muss wieder her - und selber wird gesoffen, randaliert, gegrölt, andere Menschen werden verletzt und Egoismus wird ausgelebt, indem man seinen Standpunkt theatralisch in Szene setzt.

Nachtrag: Da war ja unlängst irgendwo eine (vermutlich unseriöse) Umfrage bei Jugendlichen, nach der immer Weniger generell über Verhütung, die Regel und Aids wissen oder sich einfach nicht darüber reden trauen oder es gar als gar"peinliches Thema und als uncool" abtun. Ich dachte ja eigentlich, dass sich das heutzutage ins Gegenteil verkehrt hat und man damit recht locker umgeht, aber vermutlich ist der visuelle Impact, den junge Menschen heute mit Tops, kurzen Hosen und langen Beinen und 3-Kilo-MakeUp verkörpern, auch nur die schreiende Fassade. Irgendwo war ja mal eine Auflistung, dass Jugendliche zwar beispielsweise immer früher Sex haben, aber es zugleich bei immer Weniger auch tatsächlich passiert - und die große Masse insgeheim erst viel später damit beginnt. Visuelle, öffentliche Fassade vs. Realismus eben.

Nachtrag: Und bei der Natur ist es ja auch so eine Sache... man frage mal heute in der Masse über das Zusammenwirken von Insekten und Lebensgrundlage des Menschen. "Jo, scho irgendwie wichtig, Bienen und so, hob i glesen, wegen dem Honig, gö?! Und wegen den Blumerl und so. Jo, des ist sicherlich wichtig".... mehr findet man da teilweise nicht und das bisschen wird von wenigen Schlagzeilen geformt und am Leben gehalten. Aber in der Masse kratzt das den Stadtmenschen überhaupt nicht. Irgendein Käfer oder eine Raupe, pfff. Da wird eher die Frage gestellt "Naja, aber ist DAS Insekt denn auch überhaupt wichtig?", die tragischerweise in sich schon das Problem ausformt und impliziert. Es war früher auch nicht gut, da hat man die Natur erst recht unwissentlich versaut, aber es wurde vor 2~3 Jahrzehnten kurz besser - und hat sich aber genauso schnell wieder verloren.

Naja, man kann stundenlang über das Problem seufzen, bringt aber nichts und man ist ja auch selber Teil des Kollektives und trägt zur Ursache bei... es lohnt nicht und zugleich ist hier der Schwanz, in den man sich selber beißt. Und solche Schulbuchänderungen in Teilen von der Türkei, dem bisherigen Europa, aber auch bei den Amis und vielen anderen Ländern, lässt auch noch zusätzlich einen schalen Geschmack zurück. /o\

Sonntag 16. Juli 2017

# Und jetzt erschrecken wir alle und sind völlig überrascht und halten uns die Hände vor den Mund... und zur Feier diesen Tages und weil mein Handy-Akku eh gleich aufgibt:

"Trojaner-Überwachung viel umfassender als angekündіgt. Im Gesetzesentwurf steht kein Wort über eine Beschränkung auf WhatsApp und andere Chatprogramme, wie seitens des Justizministeriums wiederholt behauptet wurde. Vielmehr soll jedes einzelne Datenpaket aus dem Netz erfasst werden bis hin zu maschinengenerierten Daten."

Nein? Doch. Ooooooohhhhhhhhhhhhh! Also das war jetzt völlig unerwartet, geht es Euch nicht auch so??! \ô/

Nachtrag: An dieser Stelle würde ich gerne mal wieder gewissen Menschen aus einer gewissen Mailing-Liste einen nassen Fetzen um die Ohren schlagen, die da mal meinten, es geht aufwärts und man darf die Hoffnung nicht begraben und überhaupt und politisch kann man da auch dagegen wirken und man kann sehr wohl eingreifen und man macht Fortschritte und hat da und dort einen Punkt gewonnen und.... Schmafu. Reiner Schmafu.

# "Das deutsche Umweltministerium warnt vor einem fortschreitenden Insektensterben in Deutschland. In Teilen des Landes habe sich der Bestand von Insekten seit dem Jahr 1982 um bis zu 80 Prozent verringert."

"Wer heute mit dem Auto übers Land fährt, findet danach kaum noch Insekten auf der Windschutzscheibe, sagte Deutschlands Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) dem RND."

Und so ist es. Die Wiesen und Felder von heute sind in keiner Form mit denen meiner Kindheit zu vergleichen. Und das Tragische an der Sache ist ja, dass es schleichend passiert, die neue Generation es gar nicht mal merkt (wie auch?) und somit niemand diese Veränderung real wahrnimmt oder gar "Etwas" vermisst. Man vermisst Dinge auch nur dann, wenn man sie kennt, was bei Jüngeren gar nicht möglich ist. Und das frustriert mich enorm. /o\

Mittwoch 12. Juli 2017

# Ich muss ja nebenbei mal wieder was gestehen... ich hatte mir vor einiger Zeit ein Mini-Stück an verflossener Kindheit gekauft in Form einer Armbanduhr aus Plastik. Die hatte ich damals schon als Kind bzw. Jugendlicher, bevor Uhren zu uncool und Mädchenhaft waren und man lieber das Ericsson-Klapp-Plastik-Handy angeberisch öffnete. Gestern war ich spät in der Nacht aber ungeplant dann doch nochmal online, obwohl das Bett schon dringend benötigt wurde und habe mich dann sehr überraschend und entgegen meiner üblichen Interessen in der Welt von... Uhren verloren. Und das in einer Zeit, wo kein Humanoider mehr sowas braucht, wenn er nicht irgendeinem Kleidungsstil folgt und es als Accessoir betrachtet.

Beim Surfen aber mal wieder festgestellt, dass diese ganzen klobigen Männeruhren deutlich peinlicher sind als beispielsweise eine FlikFlak-Kinder-Dino-Uhr. Die meisten dieser pompösen Burschen-Männer-Survival-GPS-1000Meter-wasserdicht-explosionsgeschützt-Ich-bin-Terminator-Uhren erinnern nämlich zu 90% an VW Polos mit selbstgeklebter Plastikstoßstange und Sprühdosenlack, mit röhrendem Aufsatzauspuff aus der Wühlkiste und sind im Alltag so praktisch wie ein tiefergelegter Polo und künstlichen Bodenwellen in den Seitengassen vor einer Volksschule von Ober-Hinterrohrschilfbach in der Pampa.

Beruhigenderweise bin ich dann irgendwann eh wieder bei meiner Uhr gelandet und habe sie erneut als gut befunden - Uhrzeit, Datum, Stoppuhr, Alarm und aus. Alles, was man braucht und was solide ist. Das Ding ist beim Händewaschen, Duschen und auch Baden im See immer dabei und mittendrin und dient auch regelmäßig der Katze in der Nacht als Spielzeug und so mancher Türstock hat eine Delle seitlich von ihr... aber sie ist unbeschadet und geht einfach. Mehr tut sie nicht und das ist mehr als ausreichend. Ich liebe sie und peinlich ist mir das Kinderplastik auch nicht.

Naja, dann ging es halt weiter und wenn wir da schon eine schwarze Retro-Uhr um ~10 Euro lässig und unauffällig rumtragen, dann kann man sich ja doch eigentlich auch mal die weitere Variante mit dem Edelstahlarmband um heiße 20 Euro leisten. Hätte ich mir nicht mal als Kind getraut, weil zu pompös. Ich warte auf das Paket! \o/

Aber die pure Dramatik geht noch weiter. Momentan habe ich einen internen, beruflichen Positionswechsel vollzogen und nun ein eigenes Projektgebiet, wo ich unter anderem auch mit Zahlen sozusagen spiele und letztens dachte ich mir, dass zwar das Klicken am Monitor eine nette Sache ist, aber ich hätte gerne was Haptisches, wenn ich schon was zusammenklaube für die Statistik. Und habe somit - für mich ganz alleine zur eigenen Freude und völlig absurd, da ich Alles, nur kein Mathematiker und Zahlenliebhaber bin und das Thema generell meide - mir diesen Tisch-Taschenrechner ebenfalls gleich um ~10 Euronen mitbestellt. Ich. Taschenrechner. ^^

Aber man lebt nur einmal, die Kosten sind wirklich verschmerzbar und billiger als so manche Schokolade und den Mutigen gehört schließlich die glückliche Welt. Hach ja.

Nachtrag: Und das ist auch eines der Gebiete, wo man sich freut, wenn man nicht alleine ist. Geht auch anderen so. ^^

Nachtrag: Na gut, ich gebe es zu... die hier um 7 Euronen ist auch im Paket dabei. Die kann gar nix, außer die Zeit anzeigen. Werde ich selten tragen, aber ich wollte sie einfach haben. Ihr wisst schon, so westliches Luxusleben mit billigen Kommerz vermischt. Dinge, die man nicht braucht. Außer für die temporäre Freude! \o/

Sonntag 09. Juli 2017

# Flugbegleiter systematisch unter Umsatz-Druck gesetzt - "Bitte denken Sie daran, dass jeder von Ihnen jeden Tag Folgendes verkaufen muss, heißt es in dem Schreiben „an alle Crew-Mitglieder“: ein Parfum, ein frisches Essen, ein weiterer frischer Artikel – und Rubbel-Lose, „acht Stück pro Crew-Mitglied“. Die Verkaufszahlen, heißt es weiter, würden „streng überwacht“, Mitarbeiter, die diese nicht erreichten, müssten sich erklären. Und wer auf Dauer nicht liefere, müsse mit „weiteren Maßnahmen“ rechnen."

"So verdiene ein Mitarbeiter an einem deutschen Standort in Vollzeit pro Monat im Schnitt 1200 Euro brutto, inklusive Zulagen. In den Sommermonaten, wenn besonders viele Urlaubsflüge anstünden, liege der Verdienst am Monatsende bei durchschnittlich 1400 Euro."

/o\

# 3 Wochen ist es her und heute gab es dezent unten im Eck eine Update-Meldung. Aha. Klick. Die Startseite und die Developer-Tools wurden aktualisiert und siehe da... mir ist erst in dem Moment wieder aufgefallen, dass ich ja auf Vivaldi umgestiegen bin. Seitdem nutze ich weder Chrome, noch den seltsamen Edge oder gar Firefox. So schnell kann es gehen und nicht mal die Oberfläche stand mir seitdem im Weg. Sehr fein. \o/

Samstag 08. Juli 2017

# Das ist Etwas, das ich bis heute nicht verstehe... warum es nicht schon längst empfindliche Strafen für diese Dinge gibt und warum die Politik und Polizei hier immer so vorsichtig und zimperlich sind. Wer nicht selber erste Hilfe leistet, hat dort einfach nichts verloren. Und Filmen schon gar nicht, ebenso wenig wie fotografieren - abgesehen davon, dass man die Bilder aus Schutzgründen sowieso nicht veröffentlichen darf. Auch hier gehört viel strenger geahndet. >(

# Ich muss ja zugeben, dass ich ja neben zuviel an Schokolade auch an einem anderen, geheimen Laster leide... und zwar seit meiner Kindheit, als ich damals bei Verwandten erstmalig Satelliten-TV schauen und entdecken durfte (damals war das noch ein Novum quasi) und irgendwann in den Sommerferien über einen amerikanischen Sportkanal stolperte. Regelmäßig von Bildstörung-Streifen durchzogen, auf einem kleinen, klobigen Fernseher an der Decke, starrte ich fasziniert auf Live-Übertragungen von NASCAR-Rennen, Monstertrucks und Drag Racing. Für mich - wir hatten zuhause nur zwei heimische TV-Kanäle damals (immerhin gab es die Curiosity Show \o/) - war das enorm spannend, auch weil es diese Dinge bei uns in Europa nicht mal ansatzweise gab (hat sich auch nie durchgesetzt und entspricht wohl nicht der Mentalität der Europäer) und somit hatte das Ganze etwas ungewohnt~fremdartig sehr Spektakuläres an sich. Ab dem Moment freute mich mich in jedem Sommer auf ein paar Tage NASCAR und rauchende Motoren und zählte die paar kurzen Minuten, wenn es mal wieder eine Übertragung gab und ich sie zufällig erwischte, wie Stunden.

Und auch wenn der Alltag sich natürlich dann verändert hat, man wird schließlich irgendwann erwachsen und lebt ganz andere Dinge im Alltag, auch hat sich diese Art von Freizeit eben bei uns nie etabliert, selber liebt man plötzlich widersprüchlich die Natur und lästert über laute, stinkende Alltagsfahrzeuge ab und würde am liebsten Alles in einen Naturpark verwandeln und statt Autos Tierherden durch die Landschaft streifen lassen... aber dennoch ist dieses Feuer in mir nie erloschen.

Allerdings hat sich nach den 80er-90ern auch dieses motorisierte Gebiet verändert - so wie die Formel 1, die sich in Belanglosigkeit verloren hat (wer die Zeiten vor und mit zum Beispiel Ayrton Senna und Co. noch erlebt hat, weiß, was für ein trauriges Spiel die Formel 1 heute bietet und wie sehr sie sich in reinem Technik-Wirtschafts-Punkte-TV-Marketing verloren hat). Irgendwann ist alles noch mehr Regeln unterworfen, wird immer professioneller, auch sicherer und dadurch geformter. Und bei den meisten sportlichen Veranstaltungen bleibt heute kaum noch Lust und Laune übrig, wenn man den ganzen künstlichen TV-Werbe-Rummel davor und danach wegradiert, die übertriebenen Kommentatoren ausblendet und so weiter - trifft aber auf so ziemlich alle Bereiche zu, sogar Tennis und dergleichen. Es fehlt irgendwie diese Stimmung der Aufbruchs- und Entdeckerzeit von damals. Und mit der Meinung bin ich nicht alleine - auch wenn da mein eigenes Alter sicherlich auch mitspielt.

Aber so wie bei der Musik - wenn man sich mal auf Youtube und anderen Seiten die Kommentare durchliest, dann sagen auch jung Geborene, die heute 10, 15 oder 20 oder 25 sind, dass ein deutlicher Unterschied vorhanden ist und man mehr an Emotion und Begeisterung bei den damaligen Aufnahmen spürt. Letztens ja durch Old-School-Hiphops im Zug geklickt und mir gedacht, ob ich als Jemand der in ein paar Jahren die 40 Lebensjahre vermutlich streift, nicht irgendwie schon zu "alt" für diese Dinge bin... und weiß aber zugleich auch die Antwort: nein, bin ich nicht. Ganz im Gegenteil. \o/

Naja, wie auch auch immer... in den letzten Tagen schaue ich mir auf jeden Fall so nebenbei immer wieder alte Aufzeichnungen von NASCAR-Rennen an und freue mich wie ein kleines Kind, wenn der Kram irgendwo im Eck läuft und dem Sommer auch akustisch ein wenig Hauch an Lebenskraft untermalt. Genauso wie diverse Aufzeichnungen von einem ziemlich sinnlosen Unterfangen, wo zwei lange Gestelle mit einem Motor nebeneinander zwei Menschen entlang einer Geraden für ein paar Sekunden katapultieren und dann war es das auch schon wieder - Drag Racing. Immer schon großartig gewesen. \o/

Außerdem hatte ich zwei Bildbände (ja, da gab es noch Bücher, kein Tablet), so richtig große, schwere Trümmer - eines eben mit Dragstern und ein Anderes, das durch den Big Foot Monster Truck (Bild) befüllt wurde, inklusive Technik und so weiter. Ich sag es Euch, ich war unendlich fasziniert, wusste alles damals über das Ding und sog dieses Zeugs richtiggehend auf, auch wenn es sich auf diese kleinen Einblicke beschränkte. Youtube war noch nicht erfunden, weder Monster Trucks noch Dragster gab es bei uns jemals wirklich (bis heute und jetzt sowieso nicht mehr) und die TV-Übertragungen waren rar und selten und auch sonst war und blieb es eine ferne Welt. Da und dort eine VHS-Videokassette vielleicht, aber das war es auch schon wieder. Aber nachdem es sowas eben nicht gab, war es natürlich umso spannender. Da gehörten solche Vehikel zum Höhepunkt der kindlichen Naivität und Freude und waren auf gleicher Linie mit Donald Duck und Lustigen Taschenbüchern.

Tja. Was ich jetzt sagen wollte, weiß ich eigentlich gar nicht.... mmmhhh, vermutlich war das ein Gedankenanstoß an Alle, mal diese digitalisierten Kisten in den Händen zur Seite zu legen, einen schönen Waldspaziergang zu machen, den Sommer zu genießen und den Tag dann mit röhrenden Motoren ausklingen zu lassen. ^^

Nachtrag: Und mal ganz abgesehen davon... wenn wir uns ehrlich sind... die Lackierungen und optische Gestaltung war damals ebenso wie die Fahrzeuge einfach besser: Bild. Das hat echten Stil. \o/

Nachtrag: Und wisst ihr, was ich auch noch mag - solche finale Szenen. Großartig! Nicht wie bei der Formel 1 heute, wo man mit Gefährten herumkurvt, die aus brüchigen Glas zu bestehen scheinen.

Montag 03. Juli 2017

# "UNESCO tagt: Rote Liste für Wien droht - Die Rote Liste ist das Instrument der UNESCO, „um die Staaten und die Welt aufmerksam zu machen, dass der außergewöhnliche universelle Wert einer Stätte für die Menschheit in Gefahr ist“, betont man.

Bis dato betreffe dies fast ausschließlich Stätten in Kriegsgebieten oder nach Naturkatastrophen. „Wien ist eine der ersten Stätten Mitteleuropas, die durch offensive städtebauliche Entwicklungen der letzten Jahre - Vertikalisierung und Verdichtung im historischen Zentrum - ihren außergewöhnlichen Wert zu verlieren droht“, wird gewarnt."


Bei mir im Westen der Stadt fällt das auch auf... in den alten Villenvierteln taucht eine Baugrube nach den Anderen aus und überall lassen die Visualisierungen der Bauvorhaben auf neue, "moderne", eckig-verschachtelte Betonkästen mit Glas und Aluminium erahnen, die, wenn sie mal fertig gestellt sind, das Gesamtbild massiv verändern werden. Von der alten Wiener Seele, den Villenvierteln und in die Jahre gekommene Prachtbauten zu einem gesichts- und charakterlosen In-der-Stadt-Einfamilienreihenhaus-Pimp-Siedlung. Ade Schönbrunner Deutsch und Schrammel-Style. >_<

Freitag 30. Juni 2017

# "Ohne Bienen und andere Insekten, soviel steht fest, bekommt der Mensch ein Problem: Die kleinen Brummer sind als Bestäuber unserer Kulturpflanzen kaum zu ersetzen. Allein Bienen bestäuben 71 der 100 Feldfrüchte, aus denen 90 Prozent der Nahrungsmittel weltweit erzeugt werden."

Mal kurz und bündig auf den Punkt gebracht - Bienengift: Neue Belege bestätigen Schädlichkeit.

Donnerstag 29. Juni 2017

# In Anbetracht meines fortgeschrittenen Alters, das sich überraschenderweise unermüdlich fortsetzt, möchte ich hier mal anmerken, dass ich ja mittlerweile für jede Webseite dankbar bin, deren Schriftgrad ein wenig größer als die einer Mikrobe ist. Selbst als ein ehemaliger Fanatiker in der verflossenen Zeit der digitalen Bits und Bytes, als man noch stolz 6px große Pixelschriften als Menü einsetzte und sich im Ruhm sonnte, wenn kleine Buttons mit 4px Buchstaben besetzt wurden, bin ich mittlerweile der Meinung, dass das einfach nur absurd ist. Und das sage ich auch, obwohl meine Augen bis heute ohne Brille mitspielen, ich noch nicht zu den Uhus gehöre, die in 10 Zentimeter Entfernung vor dem Monitor kleben und sich darin die Augen Tellergroß spiegeln. All das ist mir erspart geblieben, ich sehe nah und fern gut und die Abstriche gegenüber der Adleraugen-Jugend sind dem natürlichen Prozess des Lebens recht gut angepasst. Ich kann nicht klagen.

Aber wenn ich mich heute durch die Bloglandschaft lese, bin ich für klare, nicht zu klein, nicht zu groß und nicht zu kontrastlos geschriebene Wörter wirklich dankbar und fühle mich dann erst recht der Lesung dessen und dem Inhalt verpflichtet. Mittlerweile nutze ich ja auch Browser-Settings, die mir meine Schriftart setzen und die der Webseiten überschreiben. Aber das gelingt nicht immer.

Und nachdem ich selbst mein häufigster Korrektur-Leser bin, habe ich mal die Schriftgröße und den Zeilenabstand hier auch ein wenig erhöht. \o/

Dienstag 27. Juni 2017

# Übrigens hatte ich vor einiger Zeit mal ein Holzstück in der Hand, so eine lange Kantleiste, wusste nicht so recht was ich damit tun könnte... und bin kurz darauf wie ein Indianer durch die Wohnung gestapft und habe imaginäre Fliegen mit Pfeil und Bogen gejagt. Eine Schnur und zwei Nägel machten es möglich. Auch wenn in ein paar Jahren bereits das 40. Lebensjahr auf mich wartet (erschreckend), bleibt das Kind in mir erhalten. Finde ich gut. Ja nicht den Fehler machen und noch schnell ein Erwachsener werden, der sich krampfhaft an seinem wackligen Konstrukt des Alltagsrealismus klammert und von Ängsten, Depressionen und Krankheit gebeutelt wird und alles todernst sieht. Das wäre das endgültige Ende. Tatsächlich sollte man genau die gegensätzliche Richtung anstreben, der einzige Fluchtweg in einen fröhlichen Alltag - weil besser wird es im späteren Erwachsenenleben ja auch nicht wirklich.

Nachtrag: Allerdings muss ich ehrlich zugeben, dass meine Überlebenskünste mit einer Bauholz-Jagdwaffe äußerst begrenzt sind. Es würde vermutlich für ein totes Suppenhuhn reichen. Aber für ein paar Sekunden Kopfkino war es in Ordnung, denn: wieder Lebenszeit gerettet! \o/

# Ich sage es Euch. Mir geht das Bloggen schon ziemlich ab. Sowohl hier als auch da drüben, am anderen, den Meisten nicht weiter bekannten Ort, was jedoch natürlich durchaus auch Absicht ist. Aber ich komme einfach nicht dazu.

Momentan (eigentlich Dauerzustand) gelingt privat nur alles halb und angefangen, aber so wirklich abschließen lässt sich kaum Etwas, denn es fehlt schlicht und ergreifend die Zeit und ich stecke irgendwie fest. Die Altbau-Hitze, die sich im Sommer ansammelt, trägt auch nicht wirklich dazu bei und ich muss sogar ganz ehrlich sagen, dass eine gut laufende Computerkiste auch zum Verweilen, Surfen, Lesen und Nachdenken einlädt, aber Naturgemäß bedeutet das Zeitverlust auf der anderen Seite, die mir irgendwie fehlt. Dabei gibt es unendlich viele Worte und Kopfkonstruktionen, die man niedertippen und digital fixieren könnte, auch wenn sie keinen tatsächlichen Wert in sich tragen und auch keine Funktion im Weltgeschehen. Aber. Aber! Seufz. Ab nächster Woche beginnt ein weiterer, neuer beruflicher Schritt vorwärts, der vielleicht auch zeitlich ein wenig mehr Ruhe in sich bringt und vor allem neue Aufgaben, die bisher nebenbei gelaufen sind, aber zukünftig fokussiert und hauptsächlich erledigt werden können. Ob sich dann Worthülsen zum Befüllen hier finden werden?! Ich hoffe es. \o/

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