Montag 02. April 2018

Kitschig wie ich bin, habe ich mal das Layout vom Blog hier auf einen alten Retro-Monochrom-Bildschirm in der guten, alten Bernsteinfarbe umgestellt. Mir ist schon klar, dass das nicht lange halten wird und auch nicht besonders Benutzerfreundlich sein mag für Euch, aber mir gefällt es gerade recht gut. Und zudem ist es auch noch immer besser, als auf eine weiße, leuchtende Scheibe zu starren, speziell am Abend, denn es nervt dieses helle Geblende irgendwann. Außerdem habe ich gerade mal wieder den Retro-Flow in mir.

Es ist übrigens ein kleines CSS-Overlay drüber, damit das Ganze auch ein bisschen den Raster-Charakter der alten Darstellung mit sich bringt - klappt unter dem neuen Chrome, IE und auf meinem Android-Ziegel recht gut, bei Apple-Zeugs keine Ahnung. Aber ihr könnt mir ja Bescheid geben.

Und wie komme ich auf das? Durch einen zufälligen Klick auf dieses feine Projekt: MDT9100. \o/

Freitag 30. März 2018

Mhm, wird ja immer besser. Jetzt hat man medial die ganze Zeit von klaren Beweisen und so weiter gesprochen, jetzt geht es weiter und man spricht oder schreibt nun langsam anders: Ein unbestreitbares Motiv.

"Konkrete Beweise gibt es im Fall Skripal nicht, dennoch ist die Ausweisung russischer Diplomaten durch den Westen nachvollziehbar. Schuld ist Russland selbst."

Erinnert halt wirklich an vorangegangene Konflikte mit anderen Ländern. Anfänglich ist alles ganz klar, dann dreht man sich und spricht von "Trotzdem schuld, auch wenn nichts klar ist" und ich könnte fast wetten, dass man in ein paar Wochen (...) dann lesen wird, dass Alles ganz anders ist und inszeniert wurde und wer ist schuld... eh klar.

Völlig egal, welche Seite der Geschichte stimmt oder Fiktion ist und wer Interesse an einem Zerwürfnis der Europäer hat (da gibt es ja viele Seiten - politisch und wirtschaftlich), schafft sich der moralische, ethische und saubere Journalismus von Tag zu Tag mehr ab. Und mehr und mehr "Kommentare" in die News-Spalten zu füllen und mit sachlichen, nüchternen Informationen zu vermischen ist auch - gelinde gesagt - einfach eine Traurigkeit und beschämend für den klar denkenden Westen, auf den (bzw. Journalismus) ich mal stolz war.

Als ob man das bei uns jetzt nicht tagelang gelesen und gehört hätte - und zwar von europäischen Politikern, aber nein, stattdessen: "In Moskau, wo Journalisten das Wort "Krieg" so oft erwähnen, wie sie Kaffee trinken, spricht man jetzt vom "diplomatischen Krieg"."

Und dann wird es noch feiner: "...durch das nach Angaben der britischen Regierung vermutlich rund 130 Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt wurden." Das klingt natürlich besser und eindrucksvoller, als zwei Schwerverletzte. Und was heißt "vermutlich" denn? Weiß man es oder nicht?

Aber der Gipfel sind solche geformten Fragen: "Ist die Ausweisung angemessen, da es doch noch keine endgültigen Beweise gibt? Wie soll man umgehen mit Russland, das den Westen immer wieder aufs Neue testet?" In einem Atemzug gleich mal die Sachlichkeit und Neutralität abschaffen.

"Er spricht vor den UN und nicht in Moskau, wo die unberechenbaren Unilateralisten sitzen." - solche Sätze in den Nachrichten kennt man eher aus alten Zeiten, in denen eigentlich keiner mehr leben möchte. Wow, dass man sich das überhaupt als Journalist traut. Unabhängigkeit und kühler Blick ade. Der Russe ist unberechenbar, China, Amerika, Südamerika, Afrika, Europa mit Spanien, Italien, Deutschland, Österreich und so weiter... was soll das also?

"Berlin hat eine Vorbildfunktion für viele EU-Staaten. Hätte die Bundesregierung nicht mitgemacht, wäre der Westen auseinandergefallen. Nur einige Länder mit eher moskaufreundlichen Regierungen wie Österreich und Griechenland schlossen sich nicht an." Aja, jetzt leben ich in einem Land, das bald auf der Seite der Tyrannen steht. Verstehe, mhmhmh.

Und jetzt kommen wir zu dem endgültigen Ende eines Journalismus, der klare Beweise, Recherche, Vergleiche und Prüfen, Prüfen, Prüfen erfordert und eine unabhängige Meinung vertritt. Das was man da lesen kann, ist einfach Meinung, Politik und Emotion: "Die konzertierte Reaktion des Westens ist keine Gerichtsentscheidung, kein endgültiges Urteil. Sie ist eine diplomatische Reaktion auf das Verhalten der Moskauer. Sie braucht deshalb keine eindeutigen Beweise."

"Ja, aber das ist doch alles nicht bewiesen, lautet eine verständliche erste Reaktion. Doch dann sollte man weiter nachdenken: über das Motiv, die Indizien und die russische Reaktion nach der Aufdeckung. Das Motiv ist unbestreitbar vorhanden." Jetzt tut es einfach nur mehr weh, was man hier politisch und gesellschaftlich ruiniert. In Frage stellen?! Nein, das tut man nicht, weil falsch.

Und dann nochmal - man braucht keine Beweise und genauen Einblick, stattdessen: "Wenn Russland glaubt, es sei im Skripal-Fall unschuldig, dann sollte es eine plausible Version der Ereignisse präsentieren, unterlegt durch Beweise, die es hat, und bei dieser Version bleiben. Stattdessen liefert es widersprüchliche Interpretationen, die nur den Verdacht nähren." Wie jetzt? Wie kann sowas bitte online gehen?! Oder es ist wirklich nur mehr Meinungsbloggen? Warum dann nicht im eigenen, privaten Blog - getrennt von sachlichen Nachrichten, die das Volk nüchtern informieren sollen?

"In Moskau hört man immer wieder, wie großartig die Regierung in Peking doch ist. Das wäre doch mal ein schöner Zweitwohnsitz." Alles klar, vielen Dank lieber Journalist für Deine erfahrene, professionelle Berufsansicht dieser Welt.

Nachtrag: Vielleicht nochmal die Erinnerung an den Pressekodex, der leider freiwillig ist:

"Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.

Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung weder entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen.

Die Berichterstattung über Ermittlungsverfahren, Strafverfahren und sonstige förmliche Verfahren muss frei von Vorurteilen erfolgen. Der Grundsatz der Unschuldsvermutung gilt auch für die Presse.
"

Aber ja, es handelt sich ja nur um ein... Kommentar. Tja.

Nachtrag: Noch schnell die neue, passende Schlagzeile auf der Startseite der ZEIT: Russland sollte sich nicht wie ein Opfer verhalten.

Die Amis haben ja zuvor russische Diplomaten ausgewiesen. Jetzt haben die Russen das auch gemacht: "Der US-Botschafter in Russland kritisierte das russische Vorgehen. Es gebe "keine Rechtfertigung" dafür, sagte John Huntsman. Es zeige, dass die russische Regierung kein Interesse an einem Dialog mit den USA über wichtige Angelegenheiten habe."

Und das Tragische ist, dass es von mir aus vielleicht sogar sein kann, dass "Russland" hier der Bösewicht in dem Fall ist, nur dann an seinem eigenen Journalismus in unstabilen Zeiten Raubbau zu betreiben, ist einfach nur.... bitter. Und das hier ist übrigens ein Kommentar als privater, voreingenommener und emotionaler Mensch mit einer womöglichen falschen Sichtweise. Aber deswegen schreibe ich das auch in meinen privaten Blog hier und nicht im Namen einer Zeitung, von der sich LeserInnen Aufklärung, Sachlichkeit und Information erwarten.

Mittwoch 28. März 2018

So eine Nebennotiz für mich selber - ich bin sehr stark dafür, dass man generell in Meetings mit hochkomplexen Themen am Besten mit Lego oder Duplosteinen arbeitet, damit Jeder in dem Raum visuell nachvollziehen kann, was gemeint ist oder wie Abläufe in einem Unternehmen so laufen. Das kommt sicherlich vielen Menschen entgegen und vereinfacht die Kommunikation, wenn alle dann vom selben Stein oder Farbe sprechen. \o/

Montag 26. März 2018

Die Rechtschreibfehler hier im Blog sind manchmal schon tragisch. Aber das kommt davon, wenn man kaum hinschaut. Ich muss endlich, endlich den kleinen Raspberry Pi aktivieren, der kullert noch immer wartend durch die Gegend als Blogschleuder. Seufz, so viele Dinge im Alltag zu tun und so wenig Zeit.

Sonntag 25. März 2018

Und mich nerven zwei Sachen... dass der Punkt Kreativität im Alltag in den letzten Jahren recht verschwunden ist. Und dass sich der Browser nicht mehr den Zugang zu dem Blog-Backend hier merkt. Seufz! \o/

Übrigens bin ich momentan aus beruflichen Gründen erneut ein wenig mit Windows und Linux unterwegs und habe aus nostalgischen Gründen mal wieder Photoshop angeschaut. Mit dem Teil war ich früher mal richtig gut und es diente mir quasi wie ein Betriebssystem als Basis meiner täglichen Lebensblase, bis ich dann nur mehr mit Linux unterwegs war und die Emulation mit Wine und einer alten PS-Version eher halbgar war.

Naja, dennoch mal wieder die Adobe-Seite besucht, erneut festgestellt, dass sie mit dem Abo-Modell unterwegs sind, gemerkt, dass ich so wie früher, wenn schon, dann die ganze Suite haben möchte und wurde informiert, dass mich das monatlich 60 Euronen kosten soll. Dauerhaft und pro Jahres-Abo. Monat für Monat, Jahr für Jahr. Aja.

Alles klar, nope. Als alter Sack und heute nur mehr Gelegenheits-User ist das natürlich uninteressant. Adobe war zwar nie billig und die Meisten von uns hatten die gecrackten Versionen in den guten, alten Tagen, aber die Zeiten - und auch die Lust drauf - sind einfach vorbei. Heute gehöre ich zu den Schafen, die entweder freie Software nutzen und bewusst oder wenn bestimmte Bedürfnisse bzw. Formate beglückt werden sollen, möchten oder müssen, dann kaufe ich die Teile ganz legal und erhebe dann aber auch Anspruch auf Support und Funktionstüchtigkeit.

Aber so ein Abo ist frustrierend, wenn man mal das Teil zwei, drei Monate gar nicht anfasst und zugleich unrund, wenn man mal dann doch zwischendurch was machen will, aber gerade das Abo beendet hat. Das ist keine feine Sache so und damit Adobe: baba. War nett und wirklich gut, aber ohne Agenturleben und Kreativ-Modus 80% der Arbeitswoche macht es dann doch keinen Sinn (mehr).

Glücklicherweisen gibt es jedoch heute genug Alternativen und Workarounds für die eigenen Ansprüche. Auch wenn die Nostalgie darunter ein wenig leidet. \o/

Nachdem ich hier momentan nur sehr unregelmäßig schreibe, war ich so nett und frei und habe das fette Datum mal etwas dezenter zu den Beiträgen geklatscht, damit es nicht ganz so auffällig ist, dass ich hier die letzten Tage geistig zu ermattet für sinnvolle Inhalte war. So wie die Jahre zuvor. \o/

Montag 19. März 2018

"Bei einer intensiven Tierzählung im Nationalpark, deren Ergebnis 2012 veröffentlicht wurde, kamen Wissenschaftler auf erschreckende Zahlen: Im Vergleich zu Mitte der 1990er Jahre seien 99 Prozent der Waschbären und Opossums sowie 88 Prozent der heimischen Rotluchse verschwunden."

Und wir reden nicht von 0,2% oder ähnlichen Zahlen. \o/

Sonntag 18. März 2018

Findet ihr nicht auch, dass eine ausgewogene, neutrale und emotionslose Berichterstattung Zeichen von gutem Journalismus sind? Ja?! Dann habe ich ein wirklich gutes Beispiel: diese Startseite (Foto). Nicht. /o\

Samstag 17. März 2018

Mir geht dieses Säbelrasseln der politischen Mächte schon so enorm am Keks. Im Endeffekt hängen Menschenmassen, die weltweite Gemeinschaft und das soziale Gefüge und sowieso brüchige Miteinander an den Ansichten und Meinungen einiger weniger Menschen in ihren Politikersesseln. Eitelkeiten, wirtschaftlicher Nutzen für das eigene Geflecht und willenlose Steuerung... und wir als Volk dürfen es bezahlen dann. Das pisst mich wirklich enorm an.

Auch dass sich die Geschichte der Menschheit anscheinend schon aus Prinzip ständig wiederholt. Und warum es weiterhin Menschen gibt, die in Gewalt und Konflikten eine Lösung sehen, ist mir ebenso unbegreiflich. Auch dieser Glaube daran, dass man es richtiger macht, als die Generationen davor und man z.B. bei einem militärischen Erfolg dann die Macht inne hat, ist einfach so absurd. Sie sind alle gefallen. Immer. Überall. Früher oder später hat jeden die Geschichte dann eingeholt. Aber daraus lernen ist anscheinend schon wieder unmodern geworden. Das frustriert wirklich.......

Dienstag 13. März 2018

Aus Plato hätte unser Internet werden können. Cool, kannte ich auch tatsächlich nur am Rande, aber ich mag solche Geschichten sehr. Spannend! \o/

Montag 12. März 2018

Hach, ich muss das schnell loswerden... eine meiner Lieblingsverfolgungsjagden bei James Bond. Immer wieder geliebt und einfach wunderbare Stunts! Und der im Eiskanal mit Ski und Motorrad ist sowieso einmalig und großartig sowie unikat... \o/

Nachtrag: Und seitdem ich die Sequenz als Kind gesehen hatte, bin ich bis heute in die schwarzen Peugeots verliebt (in die Ente sowieso). Die legen sich so fein in die Kurve und sind ein angenehmer Kontrast zu irgendwelchen Sportschlitten. Und so wie in allen Bondfilm Peugeots vs. Citroen, BMW vs. Mercedes, usw... ^^

Nachtrag: Na gut, ich muss aufhören, sonst kopiere ich da alle Szenen und Intros hier rein. Es gibt einfach zuviel Gutes davon. Leider hat sich das ja mit den neueren Bond-Filmen aufgehört, da fehlt der einprägsame Charme irgendwie.

Sonntag 11. März 2018

Spiele mich gerade mit analogen Synthesizern herum, also Musik-Geräte ohne Software, Betriebssystem oder dergleichen... nette Sache, aber zugegeben auch ganz schön komplex. Um da mehr als einen Tinnitus oder Störgeräusch eines sterbenden Radios zu erzeugen, braucht es ordentlich viele Versuche und viel Ruhe - tut aber gut, denn das entspannt und bringt Langsamkeit in den Tag. Mag das und man vergisst auch die Zeit, die aufdringlich ständig verrinnt und zu einem neuen Wochenstart strebt. Falls jemand übrigens nicht weiß, was ich mit analogen Synthesizern meine, dann hier ein ruhiges Youtube-Beispiel, wo man auch ein bisschen mitschauen kann.

Auch wenn ich das Ganze gerade in digitaler Form mittels VCV unter Linux mache und virtuelle Kabel von A nach und zurück auf X stecke und keinen Plan habe, gefällt mir der analoge Ansatz generell sehr gut. Ein bisschen Strom und ihn mit verschiedenen Modulen und Verbindungsketten in unterschiedlichen Kombinationen in eine akustische Form gießen - es kann verwirrend, aber auch zugleich sehr einfach sein. Das Leben. \o\o/o/

Nachtrag: Eines von den Klassiker, aber das hier ist ebenfalls eine der feinen Soundkulissen zum abendlichen Ausklingen lassen.

Samstag 10. März 2018

Ja, übrigens nutze ich seit gestern hier mal wieder die Schriftart Open Sans, was allerdings auch bedeutet, dass ich sie momentan von den Google Servern hole. Wer uMatrix oder dergleichen verwendet, hat das sicherlich schon bemerkt und der Abruf wird geblockt, was allerdings nicht weiter schlimm ist, denn eigentlich ist die Open Sans heutzutage eh schon wiederum so verbreitet, dass sie meistens bereits im Zwischenspeicher des Browsers liegt und somit trotzdem angezeigt wird. Bei der nächsten Gelegenheit löse ich das anders, damit hier alles sauber und unabhängig bleibt! \o/

Bin etwas überrascht, dass TinyCore auch noch immer in der freien Wildbahn existiert. Dachte, die Distro ist auch schon weg vom Fenster. Übrigens habe ich mir Emacs auf die Platt geklatscht - keine Ahnung, was für eine Störung meiner Feinmotorik hier am Werke war, aber ich schiele auf den Org-Mode. Naja, mal abwarten, wie lange ich durchhalte.

Nachtrag: Oha, das wird ja doch noch aktiv betreut... das ist mir tatsächlich entgangen. Fein.


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