Mittwoch 16. November 2016

# Irgendwie verliert die EU gerade auf allen Seiten. Die Trump-USA wenden sich (vermutlich) ab und überlassen uns mehr Eigen-Verantwortung, die Erdogan-Türkei hat sowieso die Lust verloren, die Brexit-Briten sind wieder aus dem Boot ausgestiegen und Putin-Russland klinkt sich auch auf mehreren Ebenen mehr und mehr aus, Italien überlegt den Ausstieg aus dem Euro, Griechenland ist sowieso angepisst und diverse Anwärter-Länder haben ein mulmiges Gefühl bei einem Beitritt und schauen mehr in den Westen oder gleich Osten.

Muss man sich mal vorstellen alles... in meiner Jugend sind all diese Länder erst zusammengekommen, da war Aufbruch, es wurden Freundschaften geknüpft, ganze Grenzen und Länder sind gefallen, man hatte kollektive Zukunftspläne und Hoffnung auf eine stabile, lange, frohe Zeit, es gab den kollektiven Abbau von Atomraketen, internationale Raumforschung und Handshakes, großflächige Gas- und Öl-Abkommen und gegenseitige Förderungen, eine gemeinsame Währung, freies Reisen und so weiter... und jetzt wird alles langsam wieder kaputt.

Hat man wohl doch zu lange mit Steinen im eigenen Glashaus herumgespielt und sie gedankenlos gegen die Scheiben geworfen. Und wer wird es ausbaden? Richtig, das Volk. Und ich glaube, das wird noch unlustig. Eine verlorene Generation mehr.

Nachtrag: Dass das Volk die Politiker wählt und sich damit das Leben selber schwer macht, ist schon klar - aber es gibt Kreise, die neben der offiziellen Spur laufen. Und das ist Korruption und Machtmissbrauch. Wirtschaft und dunkle Bündnisse. Und ja natürlich, auch ein zu schwaches Volk, um sich dagegen aufzulehnen.

20:59 Uhr | 16.11.2016 | 20161116205206.txt

# Schon wieder ein Update im "Backend für Arme". Jetzt kann ich endlich auch am Handy normal Texte einfügen ohne dem Sonderzeichenkäse. \o/ Screenshot

Nachtrag: Ich hatte natürlich keinen blassen Dunst mehr, wie man Buttons mit dem Textfeld verknüpft, mich interessiert ja der Kram nicht mehr so, aber habe mich eben bei der Heimfahrt im Bus da mal kurz durch das weltweite Netz gelesen... da gibt es echt Menschen da draußen, die wegen einem einzigen Button jQuery-Bibliotheken einfügen und extern verbinden und so weiter. Jössas!

Nachtrag: Bevor jemand fragt, warum ich im Editor die Schriftfarbe so blass eingestellt habe: damit Mitmenschen in der Bahn oder Zug nicht ständig rüberschielen und mitlesen beim Tippen... das nervt nämlich, wenn ich da rumsudere und gerade über den Sitznachbarn schreibe. So ist die Farbe sehr hell und am Smartphone-Display seitlich eher schlecht lesbar.

19:12 Uhr | 16.11.2016 | 20161116181250.txt

# Microsoft schließt sich der Linux Foundation an.

Meine Güte, was hätten wir damals über so eine Schlagzeile gelacht. Sowas galt früher als Witz. \o/

Nachtrag: "Derzeit sei Microsoft der wichtigste GitHub-Zuträger." ^^

18:10 Uhr | 16.11.2016 | 20161116180905.txt

# Haben wir nicht etwas vergessen? - die Selbsterkenntnis, von der ich ausgehen, dass sie gerade mal ein-zwei Monate anhält und dann geht es wieder von vorne los. ^^

"Wie viele bemerkten, sind Wahrscheinlichkeitsrechnungen keine präzisen Vorhersagen. Zudem haben Umfragewerte selbst eine Auswirkung auf die öffentliche Meinung. Wer meint, einer starken Gruppe anzugehören, äußert sich eher als jemand, der glaubt, mit seiner Haltung in der Minderheit zu sein. Und die Zersplitterung der öffentlichen Debatte in voneinander abgekapselte Blasen verzerrte die Prognosen.

...Während sich die Fernsehsender an Trumps Rhetorik berauschten und sie stützten oder sich über ihn lustig machten blieb die Analyse seiner tatsächlichen Popularität aus. Darauf verstanden sich auch die führenden Zeitungen und Magazine des Landes nicht.

„Dass Donald Trump verliert, ist einzig in den Medien und in diesen Umfragen zu hören.“ Dagegen aber sprächen die „Menschenmassen auf den Wahlveranstaltungen“ und die „sozialen Medien“. Diesen Einwand beachteten die Journalisten im Wahlkampfberichterstattungsmodus nicht."

07:46 Uhr | 16.11.2016 | 20161116064654.txt

# Ich bin übrigens mittlerweile - vermutlich - geheilt von diversen Linux-Spielereien. Nur mal so nebenbei erwähnt. Seitdem das System genau nach meinen Wünschen und mit meinen eigenen, langwierig zusammengebastelten Settings läuft, reizen mich andere Distributionen überhaupt nicht mehr. Ich hatte nämlich voriges Wochenende mal wieder andere Varianten ausprobiert, aber die öden mich - etwas überraschend - in Wirklichkeit alle an. Ein Wechsel aus irgendwelchen diffusen Gründen lohnt einfach nicht mehr und der Reiz ist auch weg, weil ich mittlerweile doch das Meiste schon kenne. Und die einzige Oberfläche neben i3wm ist höchstens noch Xfce, aber der Rest... bäh.

Sind also jetzt schon Monate ohne diverse Installationen... das ist ein absolutes Novum für mich. Nach einem Jahrzehnt (oder so) ein ordentlicher Schwenk. Entzug geschafft. ^^

07:40 Uhr | 16.11.2016 | 20161116064057.txt

# Wisst ihr, was mir noch am Keks geht? Das jetzt viele Menschen im Netz wegen Trump und seiner Umweltverachtung auf die Barrikaden gehen und frustriert sind und Klimawandel, jetzt geht es bergab und so weiter...

Und dann sitzt man in der illustren Gesellschaft der Ökomenschen, die an sich ja etwas Gutes und Lobenswertes wollen, und erzählen sich freudig gegenseitig, wo sie überall auf Weltreise gehen und an dem Wochenende bitteschön nach Wien, dann nach Berlin, dann an die amerikanische Westküste und später geht es auf Selbstfindung nach Neuseeland und anschließend in den asiatischen Raum, wo man dann biologisch unbedenkliche Gewürzmischungen kaut.

Meine Damen und Herren... auch Sie gehören zu diesem Problem. Überraschung! Quer durch die Welt fliegen, massiv Abgase produzieren, die letzten Reste der echten Natur und Völker niedertrampeln und behausen, mit dem Laptop im einsamen Dorf abseits der Zivilisation bei WLAN-Anbindung Blogs tippen und überall das neueste iPhone an der Steckdose aufladen, während man am Abend dann mit dem neuen - angeblich Spritsparenden - Family-Van mit dem grünen Siegel in die Innenstadt eine halbe Stunde durch den dichten Verkehr fährt, nur um dort ganz bio-vegan zu essen. Natürlich spezielle Reismischungen und Früchte, die erst quer durch die Welt mit schweren Dieselmotoren verschifft wurden. Und zusätzlich das gestylte Großstadt-Rennrad im Innenhof mit Teilen aus ganz Europa und Asien ausstatten, die ja auch nicht unbdingt am Baum ums Eck wachsen.

Mhm, genau. /o\

Nachtrag: Da fällt mir gleich ein Typ vor ein paar Jahren ein, der breit angelegt Bienenvölker rettet und sozusagen Bio-Honig produziert... und dem seine uralte, alternative VW-Rostlaube zugleich aber Abgaswolken ausstößt, die in der Summe vermutlich ausreichen, um einen ganzen Landstrich auszulöschen. ^^

07:28 Uhr | 16.11.2016 | 20161116062843.txt

# Neue Machtverhältnisse in Europa.

"Mit der aktuellen Wahl des Ex-Generals Rumen Radew zum neuen Präsidenten Bulgariens und von Igor Dodon in Moldawien haben sich zwei russlandaffine Kandidaten durchgesetzt. Entsprechend erfreut waren auch die Reaktionen aus Moskau. Die EU hat in vielen Ländern Ost- und Südosteuropas ihre Anziehungskraft verloren."

"... Vielmehr sei die Schwäche der EU mit schuld an der Hinwendung vieler kleinerer EU-Staaten und Beitrittskandidaten im Osten und Südosten Europas zu Moskau. Die EU mache zu viele Kompromisse und legitimiere antidemokratische Prozesse in der Region."

Und jetzt alle: Nein. Doch. Ooohhh! \o/

07:14 Uhr | 16.11.2016 | 20161116061417.txt

# Ich muss das nochmal festhalten; mir sind Menschen, die bereits um 6 Uhr in der Früh im Zug einen Energydrink nach dem Anderen in sich kippen, nicht nur suspekt, sondern auch unsympathisch.

Irgendwie muss man anscheinend wirklich davon ausgehen, dass mindestens die Hälfte der Gesellschaft unter Drogen steht. Alkohol, Zigaretten, Energydrinks, Medikamente. Eigentlich grauenhaft, was bei unserer Rasse so abläuft.

Nachtrag: Jaja, mir ist schon klar, dass das auch nur ein Zeichen für den Druck der Zeit ist und Viele den Arbeitsalltag sonst nicht schaffen und so weiter. Liegt eh auf der Hand, aber dennoch - es hat so etwas Emotionsloses an sich und ist irgendwie erschreckend. Immerhin hat es einen Vorteil an sich - man weiß beim Menschen, dass er sich von selber abschafft langfristig. Zumindest stehen die Chancen dafür recht gut.

06:49 Uhr | 16.11.2016 | 20161116054943.txt

Dienstag 15. November 2016

# "Vor einer Woche tat sich mitten in der japanischen Stadt Fukuoka die Erde zu einem 30 Meter breiten und 15 Meter tiefen Loch auf. Heute sieht man bereits nichts mehr davon.

Überraschte Bevölkerung."
^^ Tja und bei uns würde so eine Baustelle mindestens ein halbes Jahr dauern.

18:26 Uhr | 15.11.2016 | 20161115182521.txt

# "Betroffen seien weniger Hilfskräfte, von denen gebe es ohnehin nicht mehr so viele, sondern vor allem der klassische Facharbeiter, etwa in der Maschinensteuerung. Bei dieser Gruppe steige mit dem Einzug sich selbst steuernder digitaler Systeme und Roboter in den Fabrikhallen vorübergehend das Risiko, arbeitslos zu werden.

Gute Jobchancen haben in der digitalen Arbeitswelt von Morgen nach Einschätzung der Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit vor allem IT-Experten und Naturwissenschaftler. "Wir brauchen künftig viele Leute, die die digitale Welt mit der realen Welt in den Werkshallen zusammenbringen." Gebraucht würden auch Fachleute, die die Mitarbeiter auf die neuen Aufgaben und das Zusammenspiel mit Robotern vorbereiten. Davon würden Weiterbildungsberufe profitieren."


Aha. Also ich brauche Experten, um eine Werkshalle mit Robotern zu bestücken und den Mitarbeitern zu erklären, dass sie denen nicht im Weg stehen sollen... da brauche ich aber sicherlich keine 30 Leute, sondern da reichen drei. Auch in meinem Umfeld gibt es gerade eine Digitalisierung, deren Ausblick schon verrät, dass es da massives Einspar-Potenzial beim Personal gibt - weil eben automatisierte Prozesse angestrebt werden. Die humanoide Betreuung dessen beschränkt sich aber auf einen Bruchteil der aktuellen Situation.

"Nach der Definition des Bundeswirtschaftsministeriums zeichnet sich Wirtschaft 4.0 durch eine enge Verzahnung der Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik aus. Dabei koordinieren intelligente Maschinen selbstständig Fertigungsprozesse, Service-Roboter kooperieren in der Montage mit Menschen. Roboter sollen auch eigenständig Energie sparen, den Materialausschuss minimieren, Abläufe organisieren, Mängel melden und Nachschub organisieren – und das alles vernetzt mit den Kunden."

Klingt eher nach Marketing-Kommerz-Geschrei.

07:43 Uhr | 15.11.2016 | 20161115064322.txt

# Französische Band "Trumps" sucht nach neuem Namen

Hrhrhr. Amüsant, aber zugleich auch herzig dumm. Würde man generell so verfahren, müsste man ja glatt die halbe Welt bzw. ihre Namen ausrotten. Wohl so ziemlich jeder Name hat irgendwo eine ungute Verbindung - ich bin der Meinung das lohnt nicht und zudem wird sich der ganze Sturm bald legen. Und wenn nicht, dann ist es auch schon egal, wie der Name lautet.

07:36 Uhr | 15.11.2016 | 20161115063610.txt

# Wenn man sich die Leute im Bus so anschaut, wie sie mit ihren Smartphones auf Facebook surfen und der Reihe nach einen Eintrag nach dem Anderen stumpfsinnig und emotionslos liken, dann ist klar und schön offensichtlich, dass da kaum einer darüber nachdenkt, dass er durchleuchtet, profilisiert und in seiner Meinung manipuliert wird - und wenn es seine eigene, selbst erstellte Blase ist.

Erst gestern einem Mitfahrenden zugeschaut, wie er praktisch jeden Eintrag geherzt hat. Wie am Fließband und ohne wirklich die Einträge durchzulesen.

Seltsame Entwicklung.

06:16 Uhr | 15.11.2016 | 20161115051621.txt

Sonntag 13. November 2016

# "Neuwahlen seien Selbstmord mit Anlauf."

Da gibt es wohl doch noch Menschen mit einem Sinn für die Realität.

16:41 Uhr | 13.11.2016 | 20161113154145.txt

# "Am Mittwochabend verneint der einstige hochrangige NSA-Mitarbeiter die Frage des STANDARD, ob ihn das Ergebnis der US-Wahl überrascht habe. Denn: "Ich habe selbst für Trump gestimmt", sagt Binney.

"Hillary Clinton ist eine Kriegstreiberin", sagt Binney. Sie gehöre jenem Teil des militärisch-industriellen Komplexes an, den er auch durch seine Aktivitäten als Whistleblower bekämpfen wolle. "Clinton war für den Irakkrieg, sie war für die Intervention in Libyen, sie hat den Konflikt in der Ukraine befeuert", denkt Binney, "und sie und ihr Team versuchten sofort, die auf Wikileaks aufgetauchten E-Mails den Russen in die Schuhe zu schieben." Der ehemalige technische Direktor der NSA, der als Russland-Spezialist gilt, denkt nicht, dass tatsächlich russische Hacker die privaten E-Mails der Clinton-Kampagne entwendet haben. "Es war ein Insider, wohl jemand aus dem FBI, vielleicht auch jemand aus der NSA."


Nachtrag: Es ist eigentlich egal, wer da oben sitzt. Eine kalkulierende, harte Hillary oder ein chaotischer, lockerer Trump... so oder so alles keine Option. \o/

Nachtrag: Aber ich freue mich auf jeden Fall auf die diversen, europäischen Wahlen - einfach als interessante Sozialstudie, die man live beobachten kann.

09:57 Uhr | 13.11.2016 | 20161113095648.txt

# Setzt ihr eigentlich noch Emails privat ein? Beruflich sicherlich, aber so unter Freunden und Familie und dergleichen? Ich kaum noch... zumindest ist mir das gestern bewusst geworden, als ich in einen der Mail-Accounts einen Blick geworfen habe und feststellen musste, dass ich mich das letzte Mal vor mehr als einem Monat eingeloggt hatte. Den Status rufe ich zwar täglich live über das Smartphone ab, aber ansonsten war "mehr" einfach nicht notwendig, weil eben kein Handlungsbedarf.

09:51 Uhr | 13.11.2016 | 20161113094653.txt

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