Sonntag 11. Dezember 2016

# Falls Jemand auf der Suche nach Hörbüchern ist und gerne den Abend mit etwas Retro-Flow ausklingen lassen möchte, dem empfehle ich einen Blick in das Archive.org. So zum Beispiel X Minus One. Ein - aus heutiger Sicht - durchaus amüsantes Hörspiel aus dem Jahre ~1955. ^^

# In dunklen, absurden Momenten würde ich gerne eine Werbeagentur aufmachen, deren kommerzielle Basis eine handvoll Textdateien sind, deren Inhalte beziehungsweise einzelne Werbezeilen mit drei Zeilen Perl oder PHP mittels einer Random-Funktion ausgelesen werden und recht schlicht per Zufallsreihenfolge auf Webseiten eingeblendet werden.

Nachtrag: So wie hier zum Spaß mit ein paar Testsätzen auf der alten Seite hier. Ohne Tracking, ohne JavaScript, Funktionen, Autoplay und so weiter. Einfach nur Text. Aus. Ende. Keine sonstigen Features, keine Plugins, keine Anforderungen, kaum Ressourcen-Verbrauch. Mit so einer primitiven Text-Werbung ohne Schnickschnack könnte ich im Alltag auch als User durchaus leben, man würde sich den ganzen Werbeblocker-Kram sparen und Webseiten saugen nicht Megabyte-weise Daten ab. Aber ja, da bin ich fast 20 Jahre zu spät dran. Ich weiß.

# Was mich auch nervt sind Seiten, die für die primitivsten Dinge mit JavaScript, Slidern und so weiter vollgestopft sind und zusätzlich haufenweise Werbung einblenden... nur für beispielsweise ein paar simple Farbcodes. Seufz.

Deshalb habe ich mir meine eigenen Farbcodes zusammengestellt.

Nachtrag: Ein kleines Update noch - ich habe die Palette der Farben erweitert und zudem gibt es die Ansicht geordnet und ungeordnet, auch der Mauszeiger hebt eine Farbe jetzt hervor, das macht das Ganze appetitlicher und zudem besser einschätzbar. Ein Doppelklick reicht um den Code zu markieren (um dann zu kopieren), ich verzichte bewusst auf irgendwelche Click to Clipboard-JavaScript-Spielereien und so weiter. Und ja, der IE hat vermutlich Probleme damit, Safari vielleicht auch... aber ganz ehrlich: ist mir gerade schnuppe.

# Was halt schon so eine Sache ist, dass Anschläge immer irgendwie politisch gerade passend passieren und sich die "Bösen" prompt damit selber schwächen. Ich bin und bleibe da ein Skeptiker.

Samstag 10. Dezember 2016

# Ich sag Euch was... ich bin genervt. Ich würde gerne unterwegs im grauen Alltag der Arbeitsstrecke meine MP3s und Hörbücher hören (und wenn ich sie dazu illegal entcoden muss), aber nicht über den Klotz namens Smartphone. In meinen jungen Jahren gab es da mal so kleine, Daumengroße MP3-Player. Ja, ernsthaft. Und sogar ohne unnötigem Display, Touch-Funktion, Licht-Spielerei, Bluetooth-Kram und was weiß ich was. Einfach vier Tasten und ein Loch für den Klinkenstecker. Ende.

Manche jungen Nachwüchsler kennen das vermutlich nicht mal mehr. Ein simples, langlebiges, unkompliziertes, ewig lang laufendes, kleines Plastik-Ding, das MP3s abspielen konnten und an keine Cloud, WorldWideWeb oder gar Hersteller gebunden war. Das Ding konnte nur eine Sache gut und nichts anderes. Hatte man in der Jacken- oder Hosentasche, war meistens unverwüstlich und Erschütterungs-resistent und Aufladen war vielleicht irgendwann mal an einem Wochende in der Nacht wieder notwendig, wenn überhaupt.

Gibt's nicht mehr. Habe mal so rumgeschaut. Die paar Relikte, die noch rumschwirren, haben alle Displays und so einen Schrott, sind unhandlich groß oder so teuer wie ein Senioren-Tasten-Handy mit Kamera- und MP3-Funktion. Traurig.

# Zug. Menschen. Drei Mädchen, recht jung. Vermutlich noch keine 14 Jahre alt. Gespräch:

"Haste Dich bei ihr letztens entschuldigt?" - "Na, wiessso?" - "Na, isch frag nur, sag es tut Dir leid oda so." - "Wozu entschuldign, he, wer entschuldigt sich heute no? Macht doch keina heutzutage, das machen nur alte Leute und so. Nicht entschuldigen, ja?! Is doch egal, sind keine Kinder, he! Wenn sie ein Problem damit hat, ihr Pech oida." - "Ja, eh... eh egal, was solls." - "Nie entschuldigen, mach das ja nicht, nicht gut, ja?!" - "Jaja, eh nicht, he, mir isch das eh egal."

Schöne, neue Welt. \o/

# "Polizei sperrte BMW-Dieb aus der Ferne im Auto ein."

In Zukunft wird es wohl so sein, dass bei Verkehrskontrollen die Beamten einfach am Straßenrand stehen und auf ein Knöpfchen drücken werden. Das gewünschte Fahrzeug fährt dann von selbst rechts ran, öffnet automatisch Türen und Kofferraum, schaltet die Innenbeleuchtung ein, stellt den Motor ab und aktiviert alle Scheinwerfer und Blinker zur Kontrolle. Außerdem werden zeitgleich die Daten der letzten 100 Kilometer übertragen, auf denen anhand der Route ablesbar ist, wo man zu schnell gefahren ist bzw. zu schnell beschleunigt hatte und wo der Blinker nicht getätigt wurde.

Und ich bin mir sicher, dass wir das momentan Alle noch für eine kühne Überlegung halten, aber nicht mehr lange und es wird tatsächlich so sein. Zur Sicherheit aller.

Nachtrag: Da fällt mir noch der Beitrag ein: Diebe horteten Beute in Hotelzimmer. Da steht unter anderem auch "Sie hatten eine Einkaufstasche mit verschiedenen gestohlenen Parfüms bei sich, einer hielt zudem noch einen Störsender für den Diebstahlsalarm des Geschäftes in der Hand."

Ich muss ja ehrlich zugeben, dass ich noch gar nicht an diese Möglichkeit gedacht hatte. Denn realistisch gesehen verlässt sich die Verkaufskraft im grauen Alltag auf die Schranken beim Rausgehen und reagiert - wenn überhaupt - nur bei einem Alarm. Aber wenn nichts piept, dann werden Kunden ja nicht weiter ernsthaft beachtet. Dass man das natürlich bequem mit einem Störsignal umgehen kann, zeigt schön, wie sich technologischer Fortschritt gegenseitig kompensiert.

# "Super Mario Run" ist erstes "Mario" mit Onlinezwang. Es wird nicht besser.

# "Gericht bestätigt Haftung für Urheberrechtsverletzungen auf verlinkten Seiten."

"Der Seitenbetreiber hatte argumentiert, dass er nie auf die Idee gekommen sei, bei der verlinkten Seiten nachzufragen, ob deren Inhalte rechtlich einwandfrei veröffentlicht wurden. Seiner Ansicht nach, sei das Aufgabe jener, die das Foto auf ihrer Seite veröffentlicht haben. Das ist in den Augen des Gerichts jedoch irrelevant."

Jetzt sind sie wirklich alle durchgeknallt. Ich dachte, dass man dieses erste Urteil ohne viel Aufsehen recht schnell revidieren wird, aber so bröselt die letzte Vernunft dahin...

Ich hätte mir früher tatsächlich nie gedacht, dass sich das WWW in diese Richtung entwickelt - ganz im Gegenteil. Meine Vision vor 16~ Jahren, als ich damals meine ersten, eigenen digitale Schritte in der Wolke unternahm, war ein pulsierendes, verwobenes, grenzenloses und freies Netz in nicht allzu ferner Zukunft... aber es war wirklich naives Denken. Radikal naiv. Lächerlich eigentlich.

Mehr und mehr kann man über das ganze WWW nur mehr den Kopf schütteln und sich regelmäßig an die Stirn greifen. Auch, weil es nur Wenige außerhalb der Filterbubble interessiert. Es wäre schlussendlich wohl doch besser gewesen, wenn man dieses Ding nicht Massentauglich gemacht hätte.

Nachtrag: Gestern war ich wieder mit dem Zug unterwegs und wir haben ja alle mitbekommen, dass Facebook und Andere unter Beschuss waren oder sind, weil sie beispielsweise bei Wahlen nur eine sehr enge Sichtweise auf die analoge Umgebung bzw Gesellschaft ermöglichen.

Außerdem dachte ich, dass der Hype vorbei ist... aber nein. Um mich waren fünf Menschen mit Smartphones und alle scrollten auf Facebook rum. /o\

Nachtrag: Ich bin ja wirklich sehr froh, dass es hier keine Kommentare, Werbung oder Dienstleistungen oder was auch immer meinerseits gibt und ebenso auch keine Bilder. Allerdings wird es wohl auch nicht mehr lange dauern, bis es dann auch keine Links geben wird. Eigentlich absurd.

Freitag 09. Dezember 2016

# Momentan gibt es in meinem nicht privaten Alltag Überlegungen und Diskussionen über die Formung und Darstellung einer großen Menge an Wissen, auch gerne als Know-how tituliert. Stichworte Zugang auf breiter Ebene, Straffung, aber auch Effizienz sowie Anpassung an die Moderne. Ebenso die Aufbereitung zahlreicher Daten und deren Verarbeitung. Die Ideen sind vielfältig, gehen über nüchterne Wiki-Formen bis hin zu modernen Wordpress-Variationen mit Plugin-Lösungen und so weiter.

Heute bin ich zufällig mal wieder über R gestolpert und habe mir dabei die Manuals angeschaut. Und freue mich, wenn ich zur Abwechslung mal wieder ganz nüchterne Informationen sehe. Kein Schnickschnack, kein jQuery-Kram, keine Layer und sonstige Sachen, sondern einfach das hier. Oder auch das hier. So gehört sich das.

Man benötigt nicht mal eine Suchbox, denn diese Arbeit kann man über den Browser und dessen Such-Shortcut ja selber lösen. Schnell, effizient, minimaler Aufwand, leicht adaptierbar, portabel, keine besondere Server-Infrastruktur und auch sonst keine Abhängigkeiten. Eine schlichte HTML-Seite ohne Datenbank-Anbindung und sonstigen Kram. Das ist für mich der Schlüssel einer schnellen und unkomplizierten Know-how-Vermittlung in einem Unternehmen, wird zudem von Jedem verstanden, ist auch von Jedem bedienbar und man muss auch nicht einmal Jemanden im Umgang mit diesem Wissen "schulen". Einfaches Lesen und Klicken reicht. Der Browser ist egal, Plugins sind egal, Sicherheit ist gegeben und der Ressourcen-Verbrauch am untersten Level.

Nachtrag: Ich hatte die letzten Tage ein paarmal mit Dingen wie Moodle und so weiter bzw. E-Learning zu tun und im Endeffekt halst man sich damit (meiner Meinung nach) nur zusätzliche Aufgaben und Komplikationen auf, auch wenn sie sehr verlocken sowie spannend sind und natürlich auch großartige Möglichkeiten des Austausches schaffen. Aber dennoch habe ich das Gefühl, dass die Wissensvermittlung gegenüber "früher" deswegen nicht besser geworden oder gar gestiegen ist.

Vor allem wird Wissen heute meistens ja "erfragt, wenn es gebraucht wird". Google hat es vorgemacht bzw. gilt als gutes Beispiel und für die meisten Menschen ist eine Suchbox der erste Ansprechpartner, um Antworten bzw. Wissen zu entdecken. Dazu reicht eben ein Suchwort und ein schnelles, sauberes, gut gefiltertes Ergebnis aus, um eine Lösung zu schaffen. Zusätze wie visueller Glitzer-Kram oder 3 Datenbank-Anbindungen, Accounts und 4 Server-Schnittstellen für den gemeinsame Zugriff sind da eher wie vergoldete Felgen. Nett, aber im Alltag recht unpraktisch und hinderlich beim schnellen Einparken an den hohen Randsteinen.

# Irgendwie ist es nervend... man schaue sich das Video zu diesem wissenschaftlichen Test mit einem Papagei an. Würde man den Text ignorieren, könnte es auch ein StartUp-Filmchen sein oder sonst irgendein Promote-Kram. Musik, Emotionen, Menschen mit überzeugten, großartigen Ideen, Wechsel der Nahaufnahmen und am Ende noch die Credits. Inhalt... recht mau. Und so wird Wissenschaft heute überall mehr und mehr verstanden oder erfasst.

Würde man nun einen Typen hinstellen, so einen Klassiker mit Bart und Falten und der redet dann brüchig in einem niedrig aufgelösten Pixel-Video bei Neonlicht oder vor einer Hausrückwand ohne Zusatzbeleuchtung über eine neue, hochspannende Entdeckungen bei Flügelschlägen und Luftverwirbelungen ohne Fokus-Wechsel und eingestreuten Image-Ausschnitten sowie ohne Musik, vielleicht sogar im Hintergrund noch das Brummen eines Generators... kein Schwein würde so etwas wahrnehmen, teilen, verlinken oder sich konzentriert anschauen.

Man entwickelt sich mehr und mehr zu einer visuellen Gesellschaft. Wenn das Video gut ausschaut, dann wird auch der Inhalt gut sein und dann ist auch die Wissenschaft gut. Und dann fängt die Masse etwas damit an, denn die ist ja - der Kreislauf - nur mehr so etwas gewöhnt.

Nachtrag: Und nein, es geht mir nicht um dieses spezielle Video, das ist eh harmlos und nichtssagend in Bezug auf die Kritik, aber es erinnert mich allgemein an diese Thematik, dass wenn in den Nachrichten irgendwo solche Dinge (überhaupt noch) auftauchen, dann gleichen sich diese Videos einfach. Ob es sich dann um ein iPhone, Pebble, knopflose Jacke, Touchscreen-Tastatur, Fitnesstracker mit KI oder Wissenschaft mit Potenzial handelt ist visuell relativ egal.

Mittwoch 07. Dezember 2016

# "Because of the increasing problems associated with Internet use, a new trend has appeared. Evidence of the new trend is found in professional computing publications, as well as on the net itself. This new trend is a “back-to-bbs basics” situation. It is starting to sink into the masses online that the lowly bbs offers greater security, and more commercial potential, than internet sites. The BBS is found on a desktop PC in a home or office, and is easily monitored and updated. The home page is found on a rented disk space on a machine that is inaccessable by the home page owner (in most respects), and technical problems or business activity cannot be accurately monitored.

The problem that grows with Internet population is simple: everyone who is able to “surf” and look around the net, automatically thinks they have to set up a home page. They set it up full of pictures and information, no matter how useful or useless, and add to the existing glut of web sites. This adds to the traffic on the net, which is rising exponentially."


Internet's effect on BBS use... geschrieben 1996. ^^

Nachtrag: Falls jemand nicht mehr weiß, was BBS ist, mit dem Piiiep-Tüüüü-Kkkkrrrrccccchhhh-Modems nie zu tun hatte oder dafür einfach zu jung ist, der sollte sich hier via Youtube schlau machen. Geschichte. Ja, ist wichtig, weil Grundlage und Basis für das Heute.

Dienstag 06. Dezember 2016

# Schon wieder einen Fehler gemacht. Ich sollte mir angewöhnen, einfach gar nichts zu sagen. Gesünder.

Freitag 02. Dezember 2016

# Österreich und USA automatisieren Datenaustausch.

Nachtrag: Warum eigentlich nicht mit Russland, Japan oder gar Indien? Und wir Ösis dürfen dann bei den Amerikanern auch abfragen?

Donnerstag 01. Dezember 2016

# "Darstellungen des gekreuzigten Christus als äußerst mager sollen laut dem Innsbrucker Universitätsassistenten die Verlassenheit und das Leiden betonen. Demgegenüber wird Jesus im Neuen Testament vorgeworfen, ein Fresser und ein Weinsäufer zu sein. Von längerem Fasten sei nur am Anfang von Jesu Verkündung die Rede; seine Jünger fasteten laut dem Matthäusevangelium nicht. Jesus selbst betonte, man möge nicht viel Aufsehen um das eigene Fasten machen."


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