Samstag 10. März 2018

Herrlich. Jetzt kommt wirklich der Sommer. \o/ Eigentlich wollte ich ja vorhin bei mir nur einkaufen gehen, bin aber dann irgendwie abgebogen und schließlich ungeplant in der Innenstadt gelandet, genieße somit gerade für ein paar Momente die Sonne bei blauen Himmel und es ist bereits so richtig warm. Mit der Jacke sogar heiß.

Man merkt zudem sofort, wie sehr sich auch das Leben der Menschen ändert, sie schlendern vor sich hin, lassen sich Zeit, lachen mehr und generell wirkt das verkrampfte Großstadtleben heute etwas entspannter. Sogar kleine Spatzen flattern bereits in ihrer neugierigen Art herum und beleben den Platz hier beim Museumsquartier... sehr fein.


Freitag 09. März 2018

Jap, ich spiele mich mal wieder mit den Farben, nicht wundern. So wie immer pfusche ich gerne am Ende der Woche hier am Blog rum, damit etwas Abwechslung ins digitale Leben kommt. Keine Sorge, das geht wieder vorüber... wie immer. \o/


Donnerstag 08. März 2018

Wenn schon in Tipplaune... nachdem ich ja meine System letztes WE glatt gebügelt hatte und alles auf der Festplatte einfach mal eben gelöscht habe, bin ich ja jetzt wieder recht frei mit dem System. Keine Abhängigkeiten und die einzigen Dinge, die hier frisch ins System gedonnert sind, lassen sich problemlos jederzeit wieder neu einrichten.

Bin also wie üblich mit der Minze plus Xfce unterwegs, schiele natürlich erneut auf i3wm, herbstluftwm und dergleichen, spiele mich jedoch ebenso auch wieder mit einem nackten Debian, Puppy und dergleichen. Außerdem habe ich mal die Live-Varianten der aktiven System via DistroWatch einfach mal durchgeschaut, aber so der Emotionskick findet sich da nicht wirklich. Ich habe mich wohl wirklich zum gemütlichen, funktionalen "Ich will das es läuft, mir nicht im Weg steht und meine Zwecke ohne Milliarden Tweaks erfüllt" gewandelt. So der Senior-Linuxer, der noch immer die Klassiker-Tools in der Original-Version nutzt und mehr oder weniger in Emacs lebt (vermeide ich). Aber auch das ist gut. So viel stressfreier alles!

Trotzdem suche ich noch immer ein exotisches System, mit dem man ins Netz kann, aber auch gut schreiben. RISC OS, Kolibri, MenuetOS und Co. sind schon durchgekaut, auf Haiku und Nachfolger hatte ich gesetzt, aber die sind ja auch flöten gegangen und das digitale, weltweite Netz mit seinen modernen Anforderungen bei Webseiten frisst halt auch mehr und mehr das solide Alte auf und verstärkt den Niedergang. Und der Bastler-Elan für ganz neue Ansätze ist halt auch etwas pfutsch oder gärt irgendwo vergessen rum. Auch wenn man zugeben muss, dass man recht fleißig war: Liste.

Wisst ihr, auf was ich mich eher nicht so freue? Das ist der Counter oben in der Kopfzeile hier im Blog... dort steht ja die Anzahl der Textdateien, die hier lesbar sind (plus minus paar abgebrochene bzw. deaktivierte Beiträge). Das ist ja jetzt recht nett und ok mit 1958 Dateien, die ich im Laufe der Zeit hier reingeklopft habe. Aber wenn ich dann mal den 2000. Beitrag erreicht habe, dann wirkt es so... pseudo-modern? Also wie das Jahr 2000 und das schmeckt mir nicht wirklich. Das ist schon wieder zuviel Zukunft für den Blog hier, hrhrhr. Es sei denn, ich bin brav und tippe wieder mehr, damit ich schnell bei 3000+ Einträgen bin, dann verliert sich der Effekt wieder. ^^

Oder ich setze mich endlich wieder hin und arbeite die alten Archive der früheren, älteren Blogs endlich auf, dann geht das noch schneller... aber ist auch recht mühsam. Muss oder sollte ich mir aber mal anschauen.

Ich finde es übrigens großartig, dass endlich der Frühling kommt. Ich mag den Winter durchaus, wenn es richtig schneit und so weiter, aber jetzt ist es auch mal wieder gut. Die Sonne heute beim Heimfahren und das Vogelgezwitscher in der Früh sowie die warme Luft, gepaart mit einer leichten Brise... ja, das kann schon was. \o/

Jetzt den Abend noch ausklingen lassen (feine Sache, der gute Mike werkt sich zur Zeit gerade immer wieder mal Abends durch "Lords of the Fallen" durch und streamt das Drama dabei ins Netz, was es zum entspannten Twitch-Zuschauen und nebenbei Essen und Lesen ideal macht) und das sogar bei gekippten Fenster ohne Heizung. Tollkühn, ich weiß, aber es kann was!

In letzter Zeit habe ich im Alltag einen ganz schönen Mix an Computer-Systemen. Im Beruf Windows mit der kompletten Klassiker-Schiene wie MS Office und dergleichen, zuhause die pure Linux-Schiene und am Chromebook die gebastelte Mischung zwischen Allem und Nichts. Das ist manchmal verwirrend, wenn man auf dem einen System etwas machen möchte, das am Anderen so nicht geht. Irgendwann kommt der Tag, wo ich dann auf Plan 9 umsteige oder wieder DOS und dann unkompliziert den Alltag verbringe. \o/

Man muss es schon sagen... der technische Fortschritt ist unglaublich und sehr spannend, aber arbeitsmäßig in der Alltagspraxis müllen wir uns selber mit digitaler Arbeit zu, die es eigentlich gar nicht bräuchte. Man hat sich da irgendwie total verzettelt und schiebt mehr und mehr Daten von einer Seite auf die andere Seite, aber irgendwie wird dadurch nicht wirklich was besser, außer dass man noch mehr Daten generiert. Aber sogar das gerät in Vergessenheit, auch wenn gerne davon geredet wird. Ganz im Gegenteil, noch immer wird jedes neue Tool im Alltag als Lösung gesehen und nicht als Last, was es dann eigentlich in der grauen Praxis zumeist ist. Noch so ein verrosteter Eisen-Nagel, den man sich ständig ins Fußbett reibt und dabei wundert, dass es der andere, noch neuere Nagel noch immer nicht besser macht und die Wunde offen bleibt.

Übrigens tritt ein seltsames Phänomen auf... ich habe mir ja für diesen Textblog ein simples Backend zusammengestoppelt. Einfach ein Textfeld in einem HTML-Formular, dass eine Textdatei mit der Hilfe von etwas PHP anschließend am Server erstellt und mit passendem Namen abspeichert. Dabei verzichte ich auf irgendwelche Zusätze, habe allerdings ein paar Buttons eingebunden, um Klassiker wie \o/ und ^^ auch unterwegs mobil schnell einfügen zu können (ohne jedes Mal die Sonderzeichen auf der Touchtastatur zu bemühen).

Um also diese simplen Button-Werte in das Textfeld zu bekommen, ist ein Einzeiler an Javascript drinnen und das war es auch schon wieder. Der Rest ist pures HTML.

Trotzdem zeigt es mir oft beim ersten Aufruf der Seite einen wirren Codehaufen, sprich die Backend-Seite konnte nicht ordnungsgemäß geladen werden, bei einem Reload der Seite passt wieder alles. Verstehe ich nicht und ist von einem auf den anderen Tag aufgetaucht. Auch gab es keinen unberechtigten Pfuschzugriff oder dergleichen.... seltsam, seltsam. Muss mal testen, was passiert, wenn ich die Button-Geschichte rauswerfe.

Nachtrag: Ok, habe es getestet, jetzt tritt der Fehler nicht mehr auf. Anscheinend schmeckt dem Chrome-Browser beim ersten Mal der Code nicht. Naja, mal die Buttons rausgekickt und ich beschäftige mich irgendwann damit. ^^

Ahhh, hat das gut getan. Heute unterwegs im Zug irgendeinen uralten Blog von 1999 gelesen und da merkt man, wie sehr sich auch das Bloggen verändert hat. Da wurde noch der Tagesablauf etwas detaillierter und viel offener beschrieben und manche Dinge, die damals noch komplett neu oder erst in Entstehung waren (wie Gnome und dergleichen), wurden richtig euphorisch gefeiert und hatten auch noch dieses "Da wird was komplett Neues gebastelt"-Feeling. Diese Zeit der Aufbrüche, Neuentdeckungen, wo noch nicht jedes humanoides Ei mal eben in das digitale Netz ging und mehr der Spaß, das "Erforschen" und Ausprobieren zählte. Da wollte man quasi noch wissen, wie die Dinge gehen... heute erwartet man es sich bereits. Auch so ein Unterschied, der Spuren hinterlässt.

Na wie auch immer, solche Lesereien tun immer gut, weil sie einen ein bisschen nostalgisch werden lassen (aber auf eine gute, unaufdringliche und angenehme Art und Weise) und zugleich animieren, sich auf das losere Bloggen zu konzentrieren.

Irgendwie muss ja ein Blog in der allgemeinen Sichtweise einen Sinn machen, ein Ziel verfolgen, ein Ergebnis bringen, Eigentherapie oder irgendwas in der Richtung, bis hin zu Anerkennung. Dabei ist das schnuppe, es muss einfach nur Spaß machen und das ist der (für mich) richtige Weg. So wie eine Kritzelei mal nebenbei in irgendein Buch oder Zeitung oder dass man Spaghetti stapelt oder in der Buchstabensuppe ein Wort zusammenschiebt oder das Papierkügelchen quer durch den Raum in den Mistkübel wirft. Sieht keiner wirklich, aber es macht für einen kurzen Bruchteil eines Lebensmoments einfach glücklich. Und davon braucht man viel und zugleich nicht wirklich was Anderes. \o/


Mittwoch 28. Februar 2018

Am Wochenende wollte ich ja übrigens mal wieder Etwas installieren, hatte aber keinen Speicherplatz, weil mittlerweile die diversen Partitionen zu klein geworden sind und das Herumsemmeln mit dem Umschichten der ganzen Swaps, Boots und so weiter war mir dann schlussendlich doch zu mühsam... also einfach via USB-Stick hochgefahren und das System komplett überbügelt. Einfach so, ohne groß nachzudenken und wie so nebenbei, wenn man gedankenlos eine Semmel isst. Vier verschiedene Linux-Installationen mit Zeugs sowie eine Windows-Installation, zusammen sicherlich mit hundert+ Programmen plus und hunderten Bildern, Dateien und so weiter... weg.

Und hey, es geht nichts ab. Kann also nicht wichtig gewesen sein und zudem sind jetzt 980 GB an freien Speicher verfügbar. Ha! Digitaler Staub alles in Wirklichkeit. \o/


Samstag 24. Februar 2018

Es gibt Momente, da glaubt man an das Gute im Menschen und dass man das auch hervorholen kann. Und dann dauert es manchmal nur ein paar Sekunden der Beobachtung und es wird einem bewusst: das klappt niemals. Es gibt zu viele Charaktere, die dem zuwider laufen, zu viele Eigenbrötler und Egomanen sowie an Empathie reduzierte Menschen, die einfach auch gar nicht in der Lage sein können, gemeinsam an einem Strang zu ziehen.

Es ist wie auf einer Autobahn... auf so ziemlich jeder Autobahn weltweit wird man auf allen Teilabschnitten mindestens einen Schleicher, einen Raser, einen Drängler, einen Ich-fahre-konsequent-in-der-Mitte sowie einen hektischen, als auch einen vorsichtigen FahrerIn vorfinden. Der Eine will schnell an einen Ort, der Andere will eigentlich heim, der Andere hat keine Lust, die Andere liebt die Fahrt und dann gibt es Welche, die gar nicht mal über diese Dinge nachdenken.

Und so bunt wie die paar Kilometer Autobahn sind, ist es in der Gesellschaft überall. Kann man auch alles kompensieren und trotzdem in die Form gießen. Aber es reicht dann einer von den Egomanen, der an Allen vorbei zieht, drängt, riskant überholt und den Fahrer daneben ignoriert... er verursacht einen Unfall, es gibt Verletzte, es muss gesperrt werden, es braucht Hilfskräfte und zusätzliche Ressourcen, es bildet sich ein Stau und das gesamte System steht - niemand hat gewonnen, niemand erreicht sein Ziel, alle sind schockiert und gefrustet, manche verletzt und wenn es ganz schlimm ist, sogar noch mehr. Alles wegen einem Menschen, der sich nicht umblickt und die zentrale Lebensblase nicht zu verlassen mag (oder möchte). Und dieser Eine reißt die ganze Vielfalt der vermischten, aber dennoch funktionierenden Humanoiden-Masse ins Bodenlose.

Und das ist das Mhhhh an der Sache... viele Charaktere kann man man schon irgendwie in eine Richtung bringen, aber es reicht ein Humanoid, um das Konzept scheitern zu lassen. Das ist manchmal wirklich etwas "dämpfend". \o/

Heute zufällig an einer Türe vorbeispaziert, an der schon seit Langem ein drahtloses Türschloss befestigt ist. Eines von den Dingern, die man dann via Handy oder Chip entsperrt.

Klebt ein Zettel an der Türe, dass die Hausbewohner sich bitte an XY Hausverwalter wenden sollen, denn aufgrund eines Updates ist das Schloss außer Gefecht gesetzt und das Öffnen so nicht möglich.

Hrhrhrhr, schöne & neue Welt! ^^


Sonntag 18. Februar 2018

Ach ja, ich muss noch was los werden... die Züge in Österreich: absolut ok, war auch mit erster Klasse unterwegs (Sparschiene sei Dank) und Zeitmäßig war alles im Lot, ebenso die Züge in Dänemark und Schweden. Alles pünktlich und ineinander greifend.

Bei den deutschen Freunden hingegen die Klassiker-Infrastruktur-Apokalypse... sowohl bei der Hin- als auch Rückfahrt gab es Verspätungen, der Waggon der erste Klasse stammte wohl aus Ostblock-Zeiten und war eng, brüchig sowie schmuddelig, der zweite Waggon (in dem ich glücklicherweise nicht eingebucht war) erlag vollends einem elektrischen Problem und blieb Stockdunkel sowie eiskalt und musste schlussendlich dann während der Fahrt "evakuiert" werden - soll heißen, die Fahrgäste musste auf die anderen Waggons und Abteile ausweichen, wer da reserviert hatte und aufzahlte, hatte einfach Pech. Und den aufgeschnappten Gesprächen nach war das Alltag.

Hatte den netten Effekt, dass sich in meinem Abteil ein höheres Tier einer deutschen Rettungskraft-Organisation, als auch ein in scheinbar Flensburg niedergelassener Arzt mit Frau/Assistentin sowie zwei weiteren Fahrgästen einfanden... und eine lebhafte Diskussion und Gedankenaustausch im guten alten Club2-Stil entstand. Neben der Bahn als Dauerproblem und das Reisen von ihnen prinzipiell nur mit Umstiegen von mehreren Stunden dazwischen gebucht werden, weil man sonst immer den Anschluss um ein paar Minuten verpasst (hier hatte ich mit den Städtetouren dazwischen schon vorgesorgt), ging es auch um das Krankenkassen- und Privat-Vorsorge-System. Was fein war, dass beide Ärzten bzw. Vertretern den Menschen in den Vordergrund stellten (hätte in diesem kleinen Rahmen in einem Zug mit Fremden ja nicht unbedingt sein müssen) und deshalb die Aufhebung der Zwei-Klassen-Medizin ein Kernthema war, dabei ging es auch darum, wie man das Ganze wirtschaftlich anstellt - Krankenkassen-Patient auf Privat hochheben, was Krankheiten verhindert und dadurch nicht unbedingt teurer wird, aber mehr Aufwand bedeutet oder umgekehrt, alle auf Krankenkassen-Niveau um alle nahtlos zu versorgen in der großen Fläche. Und so weiter und so fort. War interessant und kurzweilig, aber zugleich auch frustrierend, weil die Zukunft absehbar ist. Einer der Mitreisenden verabschiedete sich dann bei einer Station mit den Worten "Es war wirklich sehr interessant und spannend und ich würde gerne noch weiter zuhören, aber jetzt muss ich hier raus, es ist zu depressiv". /o\

Und ja, der Zug hatte natürlich Verspätung. Kaum war ich danach in Dänemark, ging es wieder auf die Minute genau weiter... man fragt sich schon, warum das so ist und wo da das tatsächliche Problem in Deutschland liegt?! Auch das Surfmichtot-Netz war schwach, brüchig und ständig unterbrochen, während in Schweden als auch Dänemark sogar im Bummerlzug in der Einöde, in den Tunneln und auch auf der Fähre über die Meerenge, wo genau Nichts rundherum ist, außer Wasser, immer ein kräftiges Signal da war und Surfen kein Problem darstellte. Mmmhhh.

Nachtrag: Übrigens wenn Ärzte auf kleinem Raum miteinander reden, wird es schnell offen und ehrlich, denn irgendwann landete das Thema dann bei Krebs und Todesraten in der Realität, die extrem ernüchtern und frustrierend waren. Die Realität ist bitter und beißt schnell und sehr rasch zu. Auch bei jungen Menschen. Unter anderem ein Fazit aus den Gesprächen: Tipp an alle Frauen, wenn es um die Brustkrebsvorsorge-Untersuchung geht: nicht nur eine klassische Mammografie machen lassen, sondern auch immer ein Ultraschall einfordern. Nur dann ist die Untersuchung komplett und die Chancen schnellen prozentual ordentlich in die Höhe, dass man nichts im Vorfeld übersieht. Manches hätte man dann nämlich schon lange vorher gefunden und problemlos lösen können - wird aber nicht gemacht, weil teuer oder oft extra zu bezahlen ist. Zahlt sich aber aus. \o/

Ich war ja einige Tage lang aus beruflichen Gründen im Norden Europas unterwegs, bin dabei ein bisschen in Malmö, Kopenhagen, Hamburg und dergleichen rumgestapft (habe aber kaum Fotos mitgebracht (schon gar nicht von der Landschaft), außer denen hier und einer kurzen Video-Aufnahme von einer sehr windigen Stelle sowie ein paar verwackelten Sekunden im Zug), weil es sich einfach nicht ergeben hat und oftmals schlicht und ergreifend kalt bzw. windig war, auf der anderen Seite gibt es Schlimmeres, weil eh schon alles zu Tode fotografiert und gefilmt ist. Deswegen hatte ich auch keine Spiegelreflex mit oder ein sonstiges Tool, gefällt mir auch besser, weil man dadurch mehr die Momente an sich genießt.

Auf jeden Fall hatte ich vor der Abfahrt überlegt, welche meiner kleinen Retro-Plastik-Uhren mich begleiten wird oder vielleicht sogar eine analoge, mechanische Armbanduhr... bin aber dann bei der 10 Euro Casio gelandet. Beste Wahl nach wie vor und unverändert seit Monaten+. Die Kleine ist 24 Stunden am Tag am Armgelenk und macht alles mit... von Duschen, über Kochen, Schlafen, Arbeiten, Reisen, was auch immer. Und stört nie, fällt auch nicht auf, ist aber mit einer lockeren Bewegung sichtbereit und der inkludierte Wecker weckt mich zuverlässig jeden Tag auf. Also mein Reisetipp: das Plastik-Ding - sie ist ja doch die Beste! ^^

Nachtrag: Und ich muss übrigens ehrlich zugeben: Kopenhagen sehr fein und empfehlenswert (war das erste Mal dort), Malmö hingegen ist nix, außer verbaut und teilweise eine Betonwüste mit einem Wohnblock nach dem Anderen. Baustellen und Kräne wohin man schaut. Fad und eher wenig Charme, aber immerhin ist Kopenhagen gleich drüben, somit relativiert es das Ganze ein bisschen.


Sonntag 11. Februar 2018

Kleine Randnotiz: nachdem ich den Blog hier nicht mit unnötigen Videolinks zuspammen möchte, lege ich feine Musik für die ruhige Stimmung im Forum ab - und zwar hier in diesem Thread.


Freitag 09. Februar 2018

Per Zufall über einen Wikipedia-Eintrag gestoßen, wo es um einen Inhalt des alten Testamentes geht. Schwere Kost am Abend:

"Drei Tage lang vermochten die anwesenden Philister das Rätsel nicht zu lösen; schließlich bedrohten sie Samsons Braut mit dem Tode, damit sie die Antwort herausfände. Nach ihrem dringlichen und tränenreichen Nachforschen verriet er ihr das Geheimnis, das sie wiederum ihren Stammesgenossen verriet: „Und am siebten Tag sagten die Männer der Stadt zu ihm, bevor die Sonne unterging: Was ist süßer als Honig, und was ist stärker als ein Löwe? Er aber erwiderte ihnen: Hättet ihr nicht mit meiner Kuh gepflügt, dann hättet ihr mein Rätsel nicht erraten'“ Da sich Samson nicht in der Lage sah, die von ihm versprochenen Festkleider einzulösen, ging er ins nahe gelegene Askalon und erschlug dort dreißig Männer und raubte deren Festkleider...

...schlug Samson stattdessen vor, er möge ihre Schwester heiraten. Samson geriet dadurch in Zorn und trieb eine Horde in Panik versetzter Füchse, deren Schweife in Brand gesteckt waren, durch die Felder der Philister und brannte diese so nieder. Als die Philister erkannten, dass die Ursache dieser Zerstörung in der Wegnahme von Samsons Frau durch deren Vater lag, brannten sie dessen Haus samt Bewohnern nieder...

Daraufhin holten 3000 Männer von Juda Samson, den sie mit dessen Zustimmung mit zwei neuen Stricken banden und auslieferten. Bei der Übergabe zerriss er aber die Seile und erschlug mit dem Kieferknochen eines Esels sodann 1000 Philister...

Herr Herr, denke an mich und gib mir Kraft, Gott, noch dies eine Mal, damit ich mich für meine beiden Augen einmal räche an den Philistern. 29 Und er umfasste die zwei Mittelsäulen, auf denen das Haus ruhte, die eine mit seiner rechten und die andere mit seiner linken Hand, und stemmte sich gegen sie 30 und sprach: Ich will sterben mit den Philistern! Und er neigte sich mit aller Kraft. Da fiel das Haus auf die Fürsten und auf alles Volk, das darin war, sodass es mehr Tote waren, die er durch seinen Tod tötete, als die er zu seinen Lebzeiten getötet hatte."


Unabhängig davon, dass es eine symbolhafte Sprache ist und der/die Verfasser wohl ein ziemliches Drogenproblem oder was Anderes hatte, geht es dann weiter zur Blendung:

"Bereits Salmanassar I. berichtet im 14. Jahrhundert v. Chr. in seiner Inschrift vom Aššurtempel in Aššur, er habe 14.400 Gefangene aus Mitanni nach Assur gebracht und geblendet. Solche blinden Sklaven wurden wohl für einfache mechanische Arbeiten, wie Getreide mahlen oder Melken, eingesetzt.

Im Byzantinischen Reich war Blendung seit dem 7. Jahrhundert eine gängige Maßnahme, um ehemalige Kaiser bzw. Bewerber um den Kaiserthron auszuschalten. Wie zuvor bereits bei den Sassaniden entstand diese Praxis, die vereinzelt auch auf Päpste angewandt wurde, aus dem Konflikt zwischen der faktischen Erblichkeit bestimmter Würden und der Scheu davor, Mitglieder der Herrscherfamilie zu töten. Oft erfolgte neben oder statt der Blendung auch ein Abschneiden der Nase. Bisweilen wurde die Blendung jedoch so brutal durchgeführt, dass das Opfer daran starb, wie etwa Kaiser Romanos IV. Diogenes. Ihm wurde dreimal ein glühendes Eisen in die Augenhöhle gestoßen, die Wunde entzündete sich, und Michael Attaliates berichtet, wie ihm in der Folge Maden vom Gesicht fielen, bevor er starb.

Negative Berühmtheit erlangte der byzantinische Kaiser Basileios II., der im Jahr 1014 nach seinem Sieg über Zar Samuel in der Schlacht von Kleidion rund 14.000 bulgarische Gefangene blenden ließ."


Der Mensch als Mensch ist wirklich einfach nur abstoßend. \o/


 1   2   3  4  5   6   7   8   9   10   11   12   13   14   15   16   17   18   19   20   21   22   23   24   25   26   27   28   29   30   31   32   33   34   35   36   37   38   39   40   41   42   43   44   45   46   47   48   49   50   51   52   53   54   55   56   57   58   59   60   61   62   63   64   65   66   67   68   69   70   71   72   73   74   75   76   77   78   79   80   81   82   83   84   85   86   87   88   89   90   91   92   93   94   95   96   97   98   99   100   101   102   103   104   105   106   107   108   109   110   111   112   113   114   115   116   117   118   119   120   121   122   123   124   125   126   127   128   129   130   131   132   133   134