Sonntag 11. März 2018

# Spiele mich gerade mit analogen Synthesizern herum, also Musik-Geräte ohne Software, Betriebssystem oder dergleichen... nette Sache, aber zugegeben auch ganz schön komplex. Um da mehr als einen Tinnitus oder Störgeräusch eines sterbenden Radios zu erzeugen, braucht es ordentlich viele Versuche und viel Ruhe - tut aber gut, denn das entspannt und bringt Langsamkeit in den Tag. Mag das und man vergisst auch die Zeit, die aufdringlich ständig verrinnt und zu einem neuen Wochenstart strebt. Falls jemand übrigens nicht weiß, was ich mit analogen Synthesizern meine, dann hier ein ruhiges Youtube-Beispiel, wo man auch ein bisschen mitschauen kann.

Auch wenn ich das Ganze gerade in digitaler Form mittels VCV unter Linux mache und virtuelle Kabel von A nach und zurück auf X stecke und keinen Plan habe, gefällt mir der analoge Ansatz generell sehr gut. Ein bisschen Strom und ihn mit verschiedenen Modulen und Verbindungsketten in unterschiedlichen Kombinationen in eine akustische Form gießen - es kann verwirrend, aber auch zugleich sehr einfach sein. Das Leben. \o\o/o/

Nachtrag: Eines von den Klassiker, aber das hier ist ebenfalls eine der feinen Soundkulissen zum abendlichen Ausklingen lassen.

Samstag 10. März 2018

# Ja, übrigens nutze ich seit gestern hier mal wieder die Schriftart Open Sans, was allerdings auch bedeutet, dass ich sie momentan von den Google Servern hole. Wer uMatrix oder dergleichen verwendet, hat das sicherlich schon bemerkt und der Abruf wird geblockt, was allerdings nicht weiter schlimm ist, denn eigentlich ist die Open Sans heutzutage eh schon wiederum so verbreitet, dass sie meistens bereits im Zwischenspeicher des Browsers liegt und somit trotzdem angezeigt wird. Bei der nächsten Gelegenheit löse ich das anders, damit hier alles sauber und unabhängig bleibt! \o/

# Bin etwas überrascht, dass TinyCore auch noch immer in der freien Wildbahn existiert. Dachte, die Distro ist auch schon weg vom Fenster. Übrigens habe ich mir Emacs auf die Platt geklatscht - keine Ahnung, was für eine Störung meiner Feinmotorik hier am Werke war, aber ich schiele auf den Org-Mode. Naja, mal abwarten, wie lange ich durchhalte.

Nachtrag: Oha, das wird ja doch noch aktiv betreut... das ist mir tatsächlich entgangen. Fein.

# Es fällt mir übrigens wirklich schwer zu verstehen, dass Menschen keinen Benefit darin sehen, unzählige, vermischte Informationen, die schwer zu durchschauen sind und sehr komplex sein können, in eine gemeinsame, nutzbringende Form zu gießen, dabei die selbe Formatierung zu verwenden, den selben Aufbau zu nützen und das Ganze in eine übergreifende Struktur einzufügen, die für alle Seiten auch leicht zu verstehen sind.

Anscheinend unterliegt der Mensch aber immer dem Drang, seinen eigenen Ego-Stempel wo aufdrücken zu müssen und seinen eigenen Form-Ideen anzupassen. Prinzipiell toll und das was den Menschen "vorwärts" gebracht hat, aber es sollte zwecks der Gemeinschaft möglich sein, auch mal diesen Schritt auszulassen. Aber das ist wirklich herausfordernd. Deswegen bin ich ja gegen die ganzen Formatierungsmöglichkeiten in diversen Office-Tools und so weiter... da entsteht dermaßen viel Chaos und unnützer Datenstaub... Und es gibt zu viele Idioten da draußen, die auch noch mit Vorsatz handeln.

Beispielsweise Stichwort Wiki-Systeme. Vandalismus und Co. massenweise, automatisierte Angriffswellen im Sekundentakt auf die Webserver und Egomanen, die sich dann ausleben und Andere maßregeln müssen. Früher mal frei und offen, kann man sowas heute ohne Benutzerverwaltung, Freigaben oder stündlichen Monitoring einfach nicht mehr betreiben. Auch fließt immer gleich politischer, religiöser und~oder kommerzieller Quatsch mit ein und alles benötigt zudem auch immer einen Grund, einen Ziel, einen direkten Nutzen, einen "Wert", usw...

Seufz. Ich sag es Euch, es ist anstrengend! Das gilt für das Große im weltweiten Netz und für das Kleine im geschlossenen Umfeld. \o/

# Ich schlürfe jetzt übrigens am Wochenende immer wieder mal eine Dose Kokokswasser von irgendeinem Importeur aus Deutschland, die man seit einiger Zeit etwas versteckt im hiesigen Supermarkt-Regal finden kann. Könnte zwar billiger sein, aber schmeckt gut.

# Herrlich. Jetzt kommt wirklich der Sommer. \o/ Eigentlich wollte ich ja vorhin bei mir nur einkaufen gehen, bin aber dann irgendwie abgebogen und schließlich ungeplant in der Innenstadt gelandet, genieße somit gerade für ein paar Momente die Sonne bei blauen Himmel und es ist bereits so richtig warm. Mit der Jacke sogar heiß.

Man merkt zudem sofort, wie sehr sich auch das Leben der Menschen ändert, sie schlendern vor sich hin, lassen sich Zeit, lachen mehr und generell wirkt das verkrampfte Großstadtleben heute etwas entspannter. Sogar kleine Spatzen flattern bereits in ihrer neugierigen Art herum und beleben den Platz hier beim Museumsquartier... sehr fein.

Freitag 09. März 2018

# Jap, ich spiele mich mal wieder mit den Farben, nicht wundern. So wie immer pfusche ich gerne am Ende der Woche hier am Blog rum, damit etwas Abwechslung ins digitale Leben kommt. Keine Sorge, das geht wieder vorüber... wie immer. \o/

Donnerstag 08. März 2018

# Wenn schon in Tipplaune... nachdem ich ja meine System letztes WE glatt gebügelt hatte und alles auf der Festplatte einfach mal eben gelöscht habe, bin ich ja jetzt wieder recht frei mit dem System. Keine Abhängigkeiten und die einzigen Dinge, die hier frisch ins System gedonnert sind, lassen sich problemlos jederzeit wieder neu einrichten.

Bin also wie üblich mit der Minze plus Xfce unterwegs, schiele natürlich erneut auf i3wm, herbstluftwm und dergleichen, spiele mich jedoch ebenso auch wieder mit einem nackten Debian, Puppy und dergleichen. Außerdem habe ich mal die Live-Varianten der aktiven System via DistroWatch einfach mal durchgeschaut, aber so der Emotionskick findet sich da nicht wirklich. Ich habe mich wohl wirklich zum gemütlichen, funktionalen "Ich will das es läuft, mir nicht im Weg steht und meine Zwecke ohne Milliarden Tweaks erfüllt" gewandelt. So der Senior-Linuxer, der noch immer die Klassiker-Tools in der Original-Version nutzt und mehr oder weniger in Emacs lebt (vermeide ich). Aber auch das ist gut. So viel stressfreier alles!

Trotzdem suche ich noch immer ein exotisches System, mit dem man ins Netz kann, aber auch gut schreiben. RISC OS, Kolibri, MenuetOS und Co. sind schon durchgekaut, auf Haiku und Nachfolger hatte ich gesetzt, aber die sind ja auch flöten gegangen und das digitale, weltweite Netz mit seinen modernen Anforderungen bei Webseiten frisst halt auch mehr und mehr das solide Alte auf und verstärkt den Niedergang. Und der Bastler-Elan für ganz neue Ansätze ist halt auch etwas pfutsch oder gärt irgendwo vergessen rum. Auch wenn man zugeben muss, dass man recht fleißig war: Liste.

# Wisst ihr, auf was ich mich eher nicht so freue? Das ist der Counter oben in der Kopfzeile hier im Blog... dort steht ja die Anzahl der Textdateien, die hier lesbar sind (plus minus paar abgebrochene bzw. deaktivierte Beiträge). Das ist ja jetzt recht nett und ok mit 1958 Dateien, die ich im Laufe der Zeit hier reingeklopft habe. Aber wenn ich dann mal den 2000. Beitrag erreicht habe, dann wirkt es so... pseudo-modern? Also wie das Jahr 2000 und das schmeckt mir nicht wirklich. Das ist schon wieder zuviel Zukunft für den Blog hier, hrhrhr. Es sei denn, ich bin brav und tippe wieder mehr, damit ich schnell bei 3000+ Einträgen bin, dann verliert sich der Effekt wieder. ^^

Oder ich setze mich endlich wieder hin und arbeite die alten Archive der früheren, älteren Blogs endlich auf, dann geht das noch schneller... aber ist auch recht mühsam. Muss oder sollte ich mir aber mal anschauen.

# Ich finde es übrigens großartig, dass endlich der Frühling kommt. Ich mag den Winter durchaus, wenn es richtig schneit und so weiter, aber jetzt ist es auch mal wieder gut. Die Sonne heute beim Heimfahren und das Vogelgezwitscher in der Früh sowie die warme Luft, gepaart mit einer leichten Brise... ja, das kann schon was. \o/

Jetzt den Abend noch ausklingen lassen (feine Sache, der gute Mike werkt sich zur Zeit gerade immer wieder mal Abends durch "Lords of the Fallen" durch und streamt das Drama dabei ins Netz, was es zum entspannten Twitch-Zuschauen und nebenbei Essen und Lesen ideal macht) und das sogar bei gekippten Fenster ohne Heizung. Tollkühn, ich weiß, aber es kann was!

# In letzter Zeit habe ich im Alltag einen ganz schönen Mix an Computer-Systemen. Im Beruf Windows mit der kompletten Klassiker-Schiene wie MS Office und dergleichen, zuhause die pure Linux-Schiene und am Chromebook die gebastelte Mischung zwischen Allem und Nichts. Das ist manchmal verwirrend, wenn man auf dem einen System etwas machen möchte, das am Anderen so nicht geht. Irgendwann kommt der Tag, wo ich dann auf Plan 9 umsteige oder wieder DOS und dann unkompliziert den Alltag verbringe. \o/

Man muss es schon sagen... der technische Fortschritt ist unglaublich und sehr spannend, aber arbeitsmäßig in der Alltagspraxis müllen wir uns selber mit digitaler Arbeit zu, die es eigentlich gar nicht bräuchte. Man hat sich da irgendwie total verzettelt und schiebt mehr und mehr Daten von einer Seite auf die andere Seite, aber irgendwie wird dadurch nicht wirklich was besser, außer dass man noch mehr Daten generiert. Aber sogar das gerät in Vergessenheit, auch wenn gerne davon geredet wird. Ganz im Gegenteil, noch immer wird jedes neue Tool im Alltag als Lösung gesehen und nicht als Last, was es dann eigentlich in der grauen Praxis zumeist ist. Noch so ein verrosteter Eisen-Nagel, den man sich ständig ins Fußbett reibt und dabei wundert, dass es der andere, noch neuere Nagel noch immer nicht besser macht und die Wunde offen bleibt.

# Übrigens tritt ein seltsames Phänomen auf... ich habe mir ja für diesen Textblog ein simples Backend zusammengestoppelt. Einfach ein Textfeld in einem HTML-Formular, dass eine Textdatei mit der Hilfe von etwas PHP anschließend am Server erstellt und mit passendem Namen abspeichert. Dabei verzichte ich auf irgendwelche Zusätze, habe allerdings ein paar Buttons eingebunden, um Klassiker wie \o/ und ^^ auch unterwegs mobil schnell einfügen zu können (ohne jedes Mal die Sonderzeichen auf der Touchtastatur zu bemühen).

Um also diese simplen Button-Werte in das Textfeld zu bekommen, ist ein Einzeiler an Javascript drinnen und das war es auch schon wieder. Der Rest ist pures HTML.

Trotzdem zeigt es mir oft beim ersten Aufruf der Seite einen wirren Codehaufen, sprich die Backend-Seite konnte nicht ordnungsgemäß geladen werden, bei einem Reload der Seite passt wieder alles. Verstehe ich nicht und ist von einem auf den anderen Tag aufgetaucht. Auch gab es keinen unberechtigten Pfuschzugriff oder dergleichen.... seltsam, seltsam. Muss mal testen, was passiert, wenn ich die Button-Geschichte rauswerfe.

Nachtrag: Ok, habe es getestet, jetzt tritt der Fehler nicht mehr auf. Anscheinend schmeckt dem Chrome-Browser beim ersten Mal der Code nicht. Naja, mal die Buttons rausgekickt und ich beschäftige mich irgendwann damit. ^^

# Ahhh, hat das gut getan. Heute unterwegs im Zug irgendeinen uralten Blog von 1999 gelesen und da merkt man, wie sehr sich auch das Bloggen verändert hat. Da wurde noch der Tagesablauf etwas detaillierter und viel offener beschrieben und manche Dinge, die damals noch komplett neu oder erst in Entstehung waren (wie Gnome und dergleichen), wurden richtig euphorisch gefeiert und hatten auch noch dieses "Da wird was komplett Neues gebastelt"-Feeling. Diese Zeit der Aufbrüche, Neuentdeckungen, wo noch nicht jedes humanoides Ei mal eben in das digitale Netz ging und mehr der Spaß, das "Erforschen" und Ausprobieren zählte. Da wollte man quasi noch wissen, wie die Dinge gehen... heute erwartet man es sich bereits. Auch so ein Unterschied, der Spuren hinterlässt.

Na wie auch immer, solche Lesereien tun immer gut, weil sie einen ein bisschen nostalgisch werden lassen (aber auf eine gute, unaufdringliche und angenehme Art und Weise) und zugleich animieren, sich auf das losere Bloggen zu konzentrieren.

Irgendwie muss ja ein Blog in der allgemeinen Sichtweise einen Sinn machen, ein Ziel verfolgen, ein Ergebnis bringen, Eigentherapie oder irgendwas in der Richtung, bis hin zu Anerkennung. Dabei ist das schnuppe, es muss einfach nur Spaß machen und das ist der (für mich) richtige Weg. So wie eine Kritzelei mal nebenbei in irgendein Buch oder Zeitung oder dass man Spaghetti stapelt oder in der Buchstabensuppe ein Wort zusammenschiebt oder das Papierkügelchen quer durch den Raum in den Mistkübel wirft. Sieht keiner wirklich, aber es macht für einen kurzen Bruchteil eines Lebensmoments einfach glücklich. Und davon braucht man viel und zugleich nicht wirklich was Anderes. \o/

Mittwoch 28. Februar 2018

# Am Wochenende wollte ich ja übrigens mal wieder Etwas installieren, hatte aber keinen Speicherplatz, weil mittlerweile die diversen Partitionen zu klein geworden sind und das Herumsemmeln mit dem Umschichten der ganzen Swaps, Boots und so weiter war mir dann schlussendlich doch zu mühsam... also einfach via USB-Stick hochgefahren und das System komplett überbügelt. Einfach so, ohne groß nachzudenken und wie so nebenbei, wenn man gedankenlos eine Semmel isst. Vier verschiedene Linux-Installationen mit Zeugs sowie eine Windows-Installation, zusammen sicherlich mit hundert+ Programmen plus und hunderten Bildern, Dateien und so weiter... weg.

Und hey, es geht nichts ab. Kann also nicht wichtig gewesen sein und zudem sind jetzt 980 GB an freien Speicher verfügbar. Ha! Digitaler Staub alles in Wirklichkeit. \o/

Samstag 24. Februar 2018

# Es gibt Momente, da glaubt man an das Gute im Menschen und dass man das auch hervorholen kann. Und dann dauert es manchmal nur ein paar Sekunden der Beobachtung und es wird einem bewusst: das klappt niemals. Es gibt zu viele Charaktere, die dem zuwider laufen, zu viele Eigenbrötler und Egomanen sowie an Empathie reduzierte Menschen, die einfach auch gar nicht in der Lage sein können, gemeinsam an einem Strang zu ziehen.

Es ist wie auf einer Autobahn... auf so ziemlich jeder Autobahn weltweit wird man auf allen Teilabschnitten mindestens einen Schleicher, einen Raser, einen Drängler, einen Ich-fahre-konsequent-in-der-Mitte sowie einen hektischen, als auch einen vorsichtigen FahrerIn vorfinden. Der Eine will schnell an einen Ort, der Andere will eigentlich heim, der Andere hat keine Lust, die Andere liebt die Fahrt und dann gibt es Welche, die gar nicht mal über diese Dinge nachdenken.

Und so bunt wie die paar Kilometer Autobahn sind, ist es in der Gesellschaft überall. Kann man auch alles kompensieren und trotzdem in die Form gießen. Aber es reicht dann einer von den Egomanen, der an Allen vorbei zieht, drängt, riskant überholt und den Fahrer daneben ignoriert... er verursacht einen Unfall, es gibt Verletzte, es muss gesperrt werden, es braucht Hilfskräfte und zusätzliche Ressourcen, es bildet sich ein Stau und das gesamte System steht - niemand hat gewonnen, niemand erreicht sein Ziel, alle sind schockiert und gefrustet, manche verletzt und wenn es ganz schlimm ist, sogar noch mehr. Alles wegen einem Menschen, der sich nicht umblickt und die zentrale Lebensblase nicht zu verlassen mag (oder möchte). Und dieser Eine reißt die ganze Vielfalt der vermischten, aber dennoch funktionierenden Humanoiden-Masse ins Bodenlose.

Und das ist das Mhhhh an der Sache... viele Charaktere kann man man schon irgendwie in eine Richtung bringen, aber es reicht ein Humanoid, um das Konzept scheitern zu lassen. Das ist manchmal wirklich etwas "dämpfend". \o/


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