Dienstag 10. Mai 2016

# Man kann wirklich sagen, was man will... aber der Text ist wirklich großartig: "Der Untergang von Snapchat steht bevor". Trifft irgendwie auf alle Plattformen zu.

# "Eine weitere Gefahrenquelle ist die Lichtverschmutzung: Laut einer Untersuchung sterben jedes Jahr an einem beleuchteten Kriegerdenkmal in Süditalien rund fünf Millionen Falter."

Montag 09. Mai 2016

# Was ich da die letzten Tage nicht so erwähnt habe, ist, dass ich wieder ein bisschen die Raspberry Pi-Kiste reaktiviere und vermehrt nutze - wie schon erwähnt, ist sie mit dem Modem das letzte, verbliebene Gerät, das in der Wohnung noch dauerhaft an der Steckdose hängt, wobei in dem Fall das Modem selber via USB-Connect als Stromversorger für den Pi dient. Somit gibt es also nur mehr ein laufendes Netzteil.

Installiert ist die Minimal-Version von Debian und da ich größtenteils eher nur via SSH zugreife, habe ich auch auf sämtliche X-Bestandteile verzichtet, es laufen also nur Konsolen-basierende Tools.

Aktueller Stand ist E-Links zum Browsen, nano eben zum Bloggen und Editieren von Dateien, tmux für das Tiling, mc als Dateimanager, aria2c für die Downloads, ncftp für FTP-Kram, rtv für das bequeme Lesen von Reddit und zusätzlich noch rainbowstream für Twitter - läuft übrigens sehr ok. Sogar deutlich besser als Twitter in der Browser-Ansicht... viel besser. Angenehm ist auch das selbstständige Hochscrollen der Beiträge bzw. das Live-Update. Also sozusagen vergleichbar mit dem Reddit-Client... in der Konsole werden die Seiten nun endlich mal lesbar und brauchbar.

Ich habe mir dann noch ganz kurz den Kopf zerbrochen, ob ich nicht doch einen X-Server installiere um Bilder und Co. bei Bedarf zu betrachten bzw. irgendein Forwarding eben, allerdings soll das System minimalst bleiben und ich will auch nichts herumbasteln - auf keiner der beiden SSH-Seiten. Wer braucht schon Tonnen an Katzenbildern oder billigen Memes? Dafür gibt's den Laptop selber oder das Tablet.

Der Pi bleibt also ein rein Text-basierendes System und das gefällt mir recht gut. Mit einem passenden Farbschema im Terminal macht sich das dennoch alles recht ansehnlich und die Leistung ist auch ausreichend, denn es handelt sich um den 1er Raspberry Pi - da sind naturgemäß keine großen Sprünge drinnen. Eigentlich fehlt nur ein ganz dünner, flacher, portabler Monitor in Laptop-Größe plus ein altes Keyboard für ein eigenständiges System - wobei die ja wieder eine eigene Platine brauchen, um zum Pi zu kommen. Oder ich klebe den Pi hinten dran und statt LAN gibt es dafür portable WLAN-Anbindung. Mal schauen, was da noch so rauskommt...

Nachtrag: Alpine für die Emails, Calcurse für die Termine und Profanity (GTalk, läuft noch immer trotz Hangouts) runden das Ganze noch weiter ab. Irssi ist auch noch an Board, es fehlt nur noch der Bouncer - aber ob sich der rentiert... mmmhhh.

# rtv als Terminal-Client ist nicht nur so eine ideale Sache für die Raspberry Pi Kiste, sondern irgendwie ist Reddit damit sogar auch übersichtlicher und lesbarer als in der normalen Desktop-Version.

Sonntag 08. Mai 2016

# "Generell gefragt: Ist das Buckeln vor den Mächtigen etwas sehr Österreichisches und kennzeichnend für die Zweite Republik?

Nein, in Deutschland kuschen sie wirklich. Der Österreicher kuscht zwar, aber plant gleichzeitig irgendeine Gemeinheit dagegen. Er lässt am Klo nicht hinunter oder so.

Ich bin froh, nie bei einer Partei gewesen zu sein. Ich bin nur Mitglied in der Kirche. Das ist zwar auch hoffnungslos, aber da kommt man wenigstens nicht in die Verlegenheit, jemanden wählen zu müssen.
"

Teddy Podgorski über die Frage, ob die Zweite Republik am Ende ist. ^^

# Ich habe ja meinen Fernseher jetzt schon länger weggepackt und das Kapitel ist seitdem für mich beendet. So wie die Meisten heutzutage, hatte allerdings auch ich einen DigiTV-Anschluss mit Box und so weiter und siehe mal an... das Ding war noch hinterm Kasterl montiert und lief noch immer still vor sich hin. \o/

Ursprünglich hatte ich es ja - bevor ich das Teil vergessen habe - bewusst laufen lassen, weil ich nicht wusste, wie konsequent ich mit der Abstinenz sein werde... und diese Boxen haben ja oft das Problem, dass wenn sie mal nicht länger am Netz hängen, sie ein Update durch den Provider versäumen, dann starten sie nicht mehr oder hängen sich auf und so weiter, dann darf man wieder anrufen und ewig lange sich mit dem Support quälen, blabla...

Aber das Problem stellt sich ja jetzt nicht mehr, also endlich abhängen, abdrehen und somit Strom sparen. Außerdem bin ich ja über jedes Netzteil weniger froh, das in der Wohnung 24h am Tag läuft. Nicht nur weil mir Stecker~Kabel enorm auf die Nerven gehen, sondern auch wegen der Brandgefahr und so weiter (Altbau, alte Leitungen, schwankende Spannungen). 95% aller Geräte hängen zudem bei mir mittlerweile mit Kippschaltern-Leisten an der Dose, werden also nur bei aktuellem Bedarf aktiviert (Laptop, Lampen, Ladegeräte, Herd)... als letztes Relikt ist eigentlich nur mehr das Modem und ein Raspberry Pi noch dauerhaft aktiv. Aber die brauchen halt auch durchgehend den Saft (leider).

Nachtrag: Besonders lästig ist halt, dass das TV-Ding im Vertrags-Paket inkludiert ist, eigentlich zwar nur den geringsten Anteil an den Kosten trägt, aber dennoch sollte man auch das mal rausnehmen. Wozu zahlen, wenn es nicht genutzt wird? Allerdings wird das so wie immer sein... entweder erst in 120 Jahren Ausstieg wieder möglich oder "gerne, aber dann zahlen Sie halt doppelt soviel für das kleinere Paket" und so weiter. Bbbrrr. Was mir aber übrigens gut gefallen würde, wäre so eine Art von Wertkarte wie bei Handys, aber halt eben für Digi-TV. Kauft man bei der Tankstelle oder im Supermarkt, wenn man mal Bedarf hat und rubbelt~schaltet sich da zum Beispiel ein Monat frei um ein paar Euro. Und wenn nicht, dann lässt man das Ding zuhause abgehängt oder schlafen und spart die Fluffi-Kosten. \o/

Nachtrag: Wobei anzumerken ist, dass die kleine Raspberry Pi-Kiste direkt am Modem neben dem Netzwerkkabel auch via USB angehängt ist, somit sich also auch direkt vom Modem den Saft holt. Damit brauche ich auch nicht das windige Rasperry-Netzteil, dem ich ja nicht über den Weg traue.

# Und dann eine Woche später der zufällige Blick in den Spiegel um 6 Uhr in der Früh und mein Gehirn spuckt "Ooooh, Linuxwoche!" aus. Ha, ich habe sie nun tatsächlich versäumt. ^^

# Vom Fefe geklaut... "Medizin-Equipment stürzt während Herz-Operation ab" - der Virenscanner lässt grüßen. /o\

Samstag 07. Mai 2016

# "Er machte deutlich, dass die von Erdogan betriebene Machtverschiebung vom Ministerpräsidenten zum Präsidenten eine innere Angelegenheit der Türkei sei. „Wenn Erdogan ein Präsidialsystem durchsetzt, können wir das zwar kritisieren. Aber es darf für uns kein Grund sein, das Flüchtlingsabkommen infrage zu stellen. Wir machen schließlich auch Geschäfte mit China, obwohl uns das chinesische System nicht gefällt“, so Brok."

Aber damals Sanktionen gegen Österreich, weil die "inneren Angelegenheiten" nicht passend waren. Mhmhm.

# Schon interessant - wenn man so in Kommentaren liest (Heise, Golem, verstreuten IT-Foren, usw...) beschweren sich eh viele, dass ihnen die überfrachteten Webseiten am Nerv gehen, dass alles immer unnötig dynamisch geladen wird und ständig Javascript als Kern mitschleift, dass die Seiten träger geworden sind und dass der Fokus auf den Content - bzw. besser gesagt "Inhalt" - verloren gegangen ist. Warum nur ist dann das Netz voll mit dem überfrachtetem Zeugs?

# Weil ich das öfter höre und mir das auch im Interview hier am Ende aufgefallen ist, sind sehr viele Leute nicht sehr glücklich mit der Technik im Alltag. Geht mir genauso, ich bin irgendwie nie zufrieden mit meinem Setup und bastle ständig rum und es wird wohl nie ein Ende geben - auch wenn man sagen muss, dass die Minimalisierung da schon sehr hilft. Kann ich nur jedem empfehlen. Weniger Technik, weniger komplexe Tools = weniger Kopfschmerzen, weniger Probleme, weniger Chaos.

Es gibt aber eine Sache, mit der ich tatsächlich nun nach Jahren zufrieden bin - und zwar so richtig zufrieden - und das ist nicht nur der Blog hier aus technischer Sicht (kein statisches Kompilieren, kein Backend, kein Updaten, keine Datenbank und was auch immer), sondern es war auch die Entscheidung goldrichtig, meine restlichen Seiten auf eine 1-File-Wiki-Engine mit ein paar Textdateien umzustellen. Egal ob meine persönliche Webseite oder das Sammel-Wiki... die Lösung ist wirklich der beste Ansatz und irgendwie auch endgültig. Besser geht es schließlich nicht mehr.

Gestern wollte ich unterwegs mal eben einen Link zum Nachlesen öffnen, den ich Tage zuvor entdeckt hatte, konnte mich aber natürlich nicht daran erinnern, habe ja zudem Browser-Sync und Co. deaktiviert, weil mich das nervt, am Smartphone läuft außerdem ein anderer Browser, der da eh keinen Zugang hat und so weiter... kurz und gut: den Link nicht gefunden. Rumgesucht. Nichts. Genervt bin~war.

Also habe ich jetzt mal eben meine Lesezeichen in das eine Wiki geschmissen und sie dafür aus dem Browser geworfen und bei dem Konzept bleibe ich auch. Und das ist das Tolle bei einem Wiki. Du brauchst einen neuen Bereich? Einfach anlegen und verlinken. Aus. Mehr gibt es da nicht. Und den Inhalt gestaltet oder strukturiert man, wie man will. Oder man bessert mal eben unterwegs einen Tippfehler wo aus - ohne mühsames Backend, Seitenstrukturen, Menü-Punkten, Inhaltsfeldern, Tags und so weiter... Großartig!

Nachtrag: Ursprünglich wollte ich ja auch diesen Blog mit einer Wiki-Engine betreiben, wäre ja möglich (ein Eintrag = eine Textdatei) - der einzige, damalige Grund, warum es nicht dazu kam, war zu Beginn, dass ich keinen Plan hatte, wie ich das mit dem RSS und dem Durchblättern lösen könnte. Entscheidung war eh ok, aber ansonsten bleibe ich definitiv bei Wikis. Hat auch lange und viele, viele CMS gedauert.

# Wir retten die Natur! Weg mit den Plastiksackerln, save the planet, save the trees, save whatever! \o/

"Erst, wenn man das Papiersackerl fünf bis zehn Mal verwendet hat, ist die Ökobilanz einer Tragetasche aus Recyclingplastik erreicht. ... Sackerl aus sogenanntem Bioplastik schneiden ebenfalls nicht besser ab. Die Rohstoffe, die dafür verwendet werden – Kartoffelstärke, Mais und Zuckerrohr – verschlechtern die Ökobilanz. ... Nur, damit wir ein Plastiksackerl erzeugen, das dann auch noch in Konkurrenz steht mit der Nahrungsmittelproduktion. ... Bis die Ökobilanz einer Stofftasche im Vergleich zu einer Plastiktasche hereinkommt muss sie ungefähr 80 Mal in Gebrauch sein. ... Problematischer ist die Entsorgung von Bioplastiksackerln. Diese sind nicht immer biologisch abbaubar."

Endlich wird mal mit den Märchen aufgeräumt. Die Lösung heißt nicht "Alternativen", sondern "Weniger". Weniger Auto, weniger Plastiksackerl, weniger Müll, weniger Wasserverbrauch, weniger Egoismus, weniger Hass, weniger Verschwendung und so weiter.

# Also ich weiß nicht... ich update mein System nur bei Sicherheitsupdates, installiere jetzt nicht überall die neuesten Versionen und was auch immer - lieber stabil und solide. Aber Google+ und auch Twitter schleppen sich immer mehr und mehr - es macht einfach keine Freude mehr, die Seite neu zu laden oder die neuen Nachrichten einzublenden oder einen Link auf diese Plattformen zu öffnen. Auch Postings bei Twitter direkt zu öffnen, ist mühsam geworden. Und ich habe nicht das Gefühl, dass das nur subjektive Einbildung ist oder mein Laptop bzw. Browser da plötzlich schlapp macht. Ein Grund mehr, die Seiten weniger aufzurufen... warum muss immer alles extra "überdynamisch" sein?! Es nervt.

# Holz im Fahrzeugbau. Gefällt mir. Auch wenn das Ziel eigentlich eine Reduktion von Autos im Alltag sein müsste.

# Also das Sprache sich immer entwickelt und nie still steht und schon gar nicht in Formen gegossen werden kann (auch wenn gerne Theoretiker-Junkies sowas gerne in Sprachwissenschaften und pädagogische lehrhaftes Wissen verankert hätten), ist ja nichts Neues. Jedes Monat ändert sich wo etwas, auch selber verliert man Wörter und gewinnt Neue im Alltag dazu... es nie endender Prozess, manchmal erfindet man selber oder der Freund~in ein neues Wort, das sich dann in der gemeinsamen Kommunikation einschleift. Und hin und wieder schlüpft daraus dann ein eigenständiger Begriff, der es in die freie Wildbahn schafft. Das Leben findet einen Weg!

So weit, so gut. Alles in Ordnung. Auch dass wir "Älteren" heute mit "Isch schwöre, oida!" oder "Gehst Du Arbeit?" nichts anfangen können, ist zwar manchmal ungewohnt, aber so ist es nun mal. Swag, Gammelfleischparty, Niveaulimbo, Hartzen, Oxidieren und so weiter... Muss man akzeptieren, weil wir früher auch nicht anderes geredet haben, nur eben mit anderen Wörtern - und wenn es Schul-Hochdeutsch war.

Aber was mir echt den Kopf zerbricht, war gestern auf einer Einkaufsstraße in Wien, als eine Gruppe junger Mädchen vorbeischlenderte - so ganz klassisch dem heutigen Style angepasst, eine Mischung zwischen Germanys Next Topmodel, britischem Straßenstrich (ist überzeichnet, ich weiß) und dem konservativen Land-Dorf-"Der Rock muss über die Knie"-Trend, vermischt mit dem Anlitz von Österreichisch-Türkisch-Deutsch~Gesichtern. Lange Haare, auffallende Fingernägel, Handtäschchen, Glitzer da und dort, Röhrenbauchnabel-Hose, HighHeels-Turnschuhe, Lippenstift und gekonnt laute "Sex in die City"-Gelächter, damit jeder sieht, sie sind da. Gut, auch kein Thema, war in der Jugendgeschichte in keiner Generation anders - egal ob bei den Burschen oder Mädchen. Man wollte präsent sein.

Nur... sie haben sehr lebhaft diskutiert, im klassisch gebrochenem Wiener-Türkisch-Deutsch, das heute hier in der Großstadt Alltag ist, mit den Worten: "Oida, isch sag Dir, Bruda! Echt, das ist nicht gelogen. Wirklich, ich sag Dir." - "Geh, dasch kann net sein." - "Oja, Bruda - isch mein ernst, er hat das gesagt" - "Oida! Das ist so ein Arsch! Ok Bruda, wir müssen..." ÔÔ WTF?!!!

Bruda???! Bruder?! Mädchen... untereinander... oida, Bruda, ich sag Dir...?! Was ist mit Schwester oder Sista?! Ich glaube, ich habe da echt eine Entwicklung verpasst. \o/


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