Samstag 30. Dezember 2017

# Da gibt es tatsächlich Plugins da draußen, deren offizielles Changelog so ausschaut:

1.1.2 Update
1.1 Fix Errors


WTF ist denn das für ein Changelog??? Das ist die Anmerkung dazu? Update? Fix Errors? Kinder! \o/ Aber gut, ich bin auch selber schuld. Wenn man die späten Abendstunden damit verbringt, diverse Wordpress-Seiten von anderen Menschen aktuell zu halten, hat man es wohl nicht anders verdient.

Dienstag 26. Dezember 2017

# Der Mann, der vor Computern warnt in einem Interview. Zustimmung. Ach ja - hier ist dann der zweite Teil des Interviews, wo es ein wenig um Arbeitsplatzgestaltung und die Zukunft der Beschäftigung bzw. Umstrukturierung geht.

"Das Zukunftsmodell prekärer Arbeit ist schon heute gerade in Unternehmen Realität, die als Inbegriff einer "Digitalen Ökonomie" gelten. Zum Beispiel Amazon: Einige tausend Beschäftige mit qualifiziertem Ausbildungs- und Anforderungsprofil stehen den 100.000 Lagerarbeitern und Hilfskräften (deren Tätigkeit statistisch und tarifvertraglich in Deutschland als "einfache Dienstleistung" kategorisiert wird) gegenüber, die bei diesem prosperierenden Internet-Händler global tätig sind....

Trotzdem können viele Beschäftigte von ihren Einkommen in den Call-Centern nicht leben. Weniger wegen des geringen Stundenlohns, sondern weil es sich meist um Teilarbeitsplätze handelt. Statt 40 Stunden werden sie oft nur 25 Stunden beschäftigt, weil niemand länger den Leistungsdruck, die psychische Anspannung und emotionale Vorausgabung aushält....

Aber gibt es nicht Bereiche in der Arbeitswelt, in der die Digitalisierung Vorteile für die Beschäftigten liefert? - Die gibt es sicherlich, aber es sind nur Reservate und Randbereiche. Ich frage jeden, der von einer "Digitalisierungsdividende" für die Belegschaften spricht und sich in der Arbeitswelt auskennt, wo denn davon etwas zu sehen ist. Ich habe wirklich viele gefragt, aber kaum überzeugende Antworten erhalten. Meist erwecken Gewerkschafter aus den Führungsetagen auch den Eindruck, dass die Digitalisierung erst noch kommen würde, also ein Zukunftsprojekt wäre. Aber in vielen Bereichen der Arbeitswelt ist sie schon bittere Realität....

Nicht ohne Grund macht sich in den Belegschaften und bei den Betriebsräten vor Ort, in Gegensatz zu den gewerkschaftlichen Leitungsebenen, zunehmend Skepsis breit. Die Stimmung in den Betrieben ist aufgrund der Erfahrung mit der Digitalisierung in kürzester Zeit umgeschlagen. Kaum zwei Jahre ist es her, dass sich die Hälfte der Lohnabhängigen vom verstärkten Computereinsatz auf ihrem Arbeitsplatz positive Konsequenzen erhofften. Aber mittlerweile hat sich das Stimmungsbild gewandelt, ist der Anteil der prinzipiell optimistisch gestimmten Beschäftigten auf ein Drittel gefallen.... Während das Management von "neuen Gestaltungsspielräumen für die Mitarbeiter" spricht, macht sich eine fundamantale Skepsis breit, weil von den propagierten positiven Effekten des fortschreitenden Einsatzes der Mikroelektronik im Arbeitsalltag nicht viel zu sehen ist....

In einer aktuellen DGB-Umfrage betonen 91 Prozent der Befragten, dass durch die Digitalisierung ihre Arbeitsbelastung größer geworden oder bestenfalls gleich geblieben ist. Fast die Hälfte (46 Prozent) spricht konkret von gestiegenen Anforderungen und einem größeren Leistungsdruck."

# Ihr habt sicher die News da und dort gelesen, wo sich eine "Feministin" mit nacktem Oberkörper das Jesuskind aus der Krippe beim Petersplatz geschnappt hat? Irgendwie wird die Welt immer verrückter. Wenn man schon der Meinung ist - berechtigt - dass die katholische Kirche ein Frauenproblem hat, dann sollte man auch sein Zielpublikum kennen. Das wären dann vor allem weiße alte, konservative Männer, die man neu ausrichten müsste, damit sich was ändert. Aber mit nacktem Oberkörper und dabei rufend "Gott ist eine Frau" und eine banale, kitschige und eher hässliche Krippe mit Puppen stürmen und sich ein kleines Plastik- oder Holzkind schnappen...?

Vielleicht wäre eher eine Marketingschulung vorab sinnvoll, so mit Kundenansprüchen, wohin fällt mein Konzept und was bewirkt es, wie bekomme ich Kunden dazu, mein Produkt (Meinung) zu kaufen und wie disqualifiziere ich mich womöglich bei meinen Klienten, wie kann ich eine positive Erwartungshaltung aufbauen und eine breite Unterstützung gewinnen und so weiter... Also wenn man das als Kampagne sehen mag, dann geht die nur nach hinten los und verstärkt sogar noch die Antihaltung. Hätte sie daneben still eine andere Krippe aufgebaut und die Figuren gegen Frauen ausgetauscht oder was ähnliches, hätten sich sicherlich tausende Fotos im Netz verbreitet und breite(re) Zustimmung bekommen und eine Diskussion ausgelöst.

# Und noch so eine Kleinigkeit... das Dümmste, dass man als Entwickler machen kann, ist sein Tool, CMS, Blog, Programm oder was auch immer, mit Videos zu präsentieren... anstatt mit Screenshots. Leute?! Ich soll jetzt echt 10 Minuten lang mir irgendeine Präsentation anschauen, wo ich keine Ahnung habe, was mich erwartet, wo und an welcher Stelle es für mich interessant ist und noch dazu in einem Moment, wo ich gerade weder Lautsprecher noch Kopfhörer zur Verfügung habe? Aha. Ja fein! Wirklich. Ist aber natürlich verständlich, denn es ist ja wirklich nicht leicht, mal eben von den wichtigsten Funktionen oder Backends ein kleines, vielleicht sogar progressives JPEG anzufertigen und unter einem Web-Link anzubieten. So zum Anklicken und so. Aber gut... was erwarte ich mir im Jahr 2017~2018?! Eigentlich müsste man dazu erst mal ein Git-Repository klonen und ein Framework zum Rendern einbinden, damit man dann ein animiertes Bild angezeigt bekommt. Oder so. Kopf > Tischplatte. \o/

# Zur Feier des Tages und des baldigen Jahreswechsel habe ich mal meinem Backend ein kleines Update gegönnt und mich damit von dem Jahr 1998 in die Moderne des Jahres 1999 katapultiert. Screenshot - mit Hintergrundmuster bitteschön!

Wenn das so weiter geht, werde ich doch noch modern. Und falls es jemanden aufgefallen ist, habe ich die Zeilenbreite auf dem Desktop-Bildschirm auf ungefähr 70 Zeichen verkürzt und sollte damit nun viel freundlicher zum Lesen sein... soll heißen, dass ich die Kritik wahrgenommen habe. \o/

Montag 25. Dezember 2017

# Weil ich zu faul bin, den anderen Blog weiter mit Leben zu befüllen, auch wenn er mir optisch gefällt und auch wenn ich ihn aus persönlichen Gründen hier nicht verlinke, schreibe ich mal da wieder ein wenig weiter. Habe zum Beispiel heute von Einem gelesen, der über seinen E-Motorroller schreibt... nun, auch ich kann da ein wenig von der E-Mobilität berichten. Als Arbeitnehmer bei einem "nordischen Unternehmen" mit der sozialen Schiene gab es mal vor einiger Zeit für die Angestellten E-Scooter, den auch ich mir natürlich unter die Füße klemmte. Die ersten Tage und Wochen... das Ding ist schnell, es ist flott und vor allem eines: schwer. Regenwetter ist nicht so ideal, steile Straßen auch nicht unbedingt und in Zeiten von Flach-Einstiegs-Öffis erwische ich grundsätzlich die alten Varianten mit den zwei Stufen. Außerdem ist meistens viel los und für eine gesamte E-Tour ist die Zeit nicht da, kann also nur teilweise mit dem Scooter die Straßen und mich unsicher machen. Vom Prinzip her wirklich sehr gut, auch die Akku-Leistung hat spürbar einen Sprung in den letzten Jahren gemacht und kann als sekundär betrachtet werden (14 km~ für den Stadtverkehr mehr als ausreichend), aber der graue Alltag zeigt so seine Tücken.

Auf den Fahrbahnen ist das Ding verboten und tödlich, auf den Fahrradwegen optimal, wenn es denn welche geben würde und die nicht alle 100 Meter unterbrochen wären oder sich in das Nichts verlaufen und von Kopfsteinpflaster abgelöst werden. Im Fußgängerverkehr ist so ein Zweiräder auf den Gehsteigen immer so eine Grauzone und zudem eher suboptimal. Mal irgendwo eine Seitengasse runterkurven ist schon ok, aber sobald es Gehsteigkanten und dergleichen gibt, merkt man den Unterschied zu den herkömmlichen Scootern, deren Antriebsmittel der Zehenballen ist... es ist schwerer, wuchtiger und lästiger. Außerdem ist das Ding naturgemäß empfindlicher, auch wenn es nur gefühlt sein mag... aber ein simpler, manueller Scooter kann mal flöten gehen, ohne dass der Frust zu sehr nagt, bei der E-Variante ist das schon etwas unbefriedigend. Auch das Zusammenklappen und mal eben im dichten Öffi-Verkehrsmittel mitnehmen, mal eben unter den Tisch schieben oder im Supermarkt umhängen, ist da nicht wirklich drinnen auf Dauer. Und stehenlassen kann man so ein Teil auch nicht wirklich, denn die klapprigen Nicht-Elektro-Scooter gibt es massenweise und sind nicht so im Visier, aber einen teuren, eleganten Scooter mit Antrieb lehnt man nicht einfach mal eben ins Eck, auch wenn man ihn nicht zahlen musste.

Und dann gibt es natürlich noch die Sache mit dem Aufladen... wer mich etwas kennt, weiß, dass ich es hasse, wenn in der Wohnung unnötige Netzteile rumkullern. Jeder Trafo ist mir ein Gräuel und gehört verbannt und eine Ladezeit von 6 Stunden ist halt auch nur etwas für die Nacht, denn tagsüber lasse ich generell ungern irgendwelche Dinge aus irgendwelchen Produktionen ungern an schleichenden 230 Volt hängen. Schon gar nicht die heutigen, kleinen, viel zu verdichteten Netzteile aus der Massenproduktion, die gerne dann mal vorab pfeifen, bevor sie schmoren. Zudem mag ich lieber die "Hau ins Eck"-Dinge in meinem Leben. Einfach heimkommen und den Scooter im Eck vergessen, passt das Wetter am nächsten Tag, nimmt man das Teil oder auch eben nicht. Da gibt es Nichts zum An- und Ausstecken, säubern, extra wo hin legen oder über die Kabel stolpern oder rumschieben und sich in ein-zwei Jahren ärgern, weil der Akku nicht mehr das bringt, was er mal brachte oder das unikate Netzteil und Akkublock nicht mehr mag und der E-Scooter ein lästiger Sonderabfall ist, wo man nicht weiß wohin damit denn nun.

Er ist absolut ok, wurde bereits viel genutzt, er spart eindeutig viel Wegzeit im Alltag und nimmt einiges an Zeitstress dadurch, aber dennoch hat er sich bei mir nicht durchgesetzt. Kaufen würde ich mir so ein Ding eher in einem Gebiet, wo es lange, direkte, glatte Wege gibt und sonst keine Alternativen. In der dichten Stadt mit Altbau-Stockwerken ohne Lift und Uhrzeiten, wo auf den Wegen viel los ist und eine Gehsteigkante nach der Anderen, den Flow der Fahrigkeit durchbricht und Ladezeiten, die mehr als eine Stunde dauern... nope, macht keinen Sinn für mich. Da wäre ein E-Motorroller mit mehr Reichweite und Straßenverkehrstauglichkeit wesentlich sinnvoller. In der Winterzeit jedoch setze ich aber sowieso am Liebsten auf meine zwei Beine und Sohlen. Die muss man nur mit Schokolade auftanken und das geht auch on fly. ^^

# Ich bin mal wieder echt genervt. Habe ein paar der statischen Blog-Engines kurzfristig auf die Platte geschnalzt, angefangen von Jekyll, Hugo und wie sie sonst alle unverändert heißen und ich sage Euch was: Stirn auf die Tischplatte. Nichts Anderes. Ein Fehler und eine Abhängigkeit jagen die Nächste. Im Endeffekt habe ich mehr an Verstrickungen und Speicherbedarf und Bibliotheken auf meiner Kiste rumeiern, als wenn ich mir das Ganze mal eben mit etwas - ja, pfui Teufel noch mal - PHP zusammenschustere oder das Ding wie den Blog hier mit einem Perl-Skript direkt beatme. Außerdem habe ich mir mal ein paar der Templates angeschaut... die bersten nur so vor der Bootstraps und Co-Seuche... ich dachte, man hat diese Stufe in den letzten Monaten nun endlich bereits überwunden und ist da etwas moderater geworden und hat auch endlich gelernt, abgekapselte Engines zu fabrizieren, die man quasi mit simplen Plug & Play ins Laufen bringt... aber nix da.

Und von pip, brew und git kann ich auch nichts mehr hören. Leute! Klick auf "Latest release" und dann in ein Verzeichnis schmieren. Ende aus. Klick auf die ausführende Datei und das muss es gewesen sein. Kann ja nicht so schwer sein, mal eben eine Download-Datei anzubieten. Anscheinend ist die heutige Generation von Screenshots und Download-Zips überfordert und muss alles vernetzen, verlinken, verabhängigen und in eigene Blasen pusten, weil es dem Trend entspricht. Und wer jetzt mit Argumenten kommt, die so in die Richtung von "Hey, da geht es um die Entwickler-Ebene, mein Junge, da arbeitet man technisch mit Versionisierungen und Co., weißte!?", dem gehört die Ruby-Gems gesalzen in die Augen geschmiert und der Commit dreifach auf die Finger geklopft. Wir sind ja nicht im Kindergarten hier und trauen uns nicht aus dem Lego-Häuschen mehr raus! Was ist denn los mit Euch Leute? Elite-Denken und ich bewege mich nur in c(k)oolen Hackercrackersnacker-Kreisen und will gar keine DAUs in meinen Repositorien rumstochern lassen?! Da klatscht die Festplatte auf die Hirnplatte...! Das ist pure Developer-Faulheit und sonst nichts. Und die ganzen Vendor-Kekse, die da in der Büchse mitkommen, sind auch nur ein bequemes Auslagern von Anstrengungen. Jaja, wer da jetzt mit Lala-Argumenten im Mistkübel fischt und so Dinge rauswirft wie "Das dient der Sicherheit und da kann man auf Bewährtes zurückgreifen", der sollte schön brav mit den Papierkugerl weiterspielen.

Als Endanwender hat man es wirklich nicht leicht. Ständig muss man sich über das Engagement von diesen Nerds ärgern! \o/

Nachtrag: Wer sich hier angegriffen fühlt oder mit den armen Entwicklern mitfühlt und sich über mich echauffieren will, soll zuerst mal das lesen.

Samstag 23. Dezember 2017

# Ich bin da mit dem Eintrag hier etwas hinten nach, aber "Heftige Brute-Force-Attacken auf WordPress-Seiten - Sicherheitsforscher haben weltweit 14 Millionen Angriffe pro Stunde auf WordPress-Webseiten registriert. Die Angreifer wollen sich Zugang zu den Seiten verschaffen."

Soweit so gut, so weit nichts Neues, aber mal wieder ein guter Input um von diversen Webseiten ein Backup zu machen und versuchsweise vor allem die Seiten, die selten genutzt werden, auf statische Seiten umzustellen. Speziell im Freundes- und Bekanntenkreis, die heutzutage ihre Webseiten eh kaum mehr pflegen, ebenso wie mein zweiter Blog, der vor sich hin gammelt und rumschläft. Da braucht es ja wirklich keine unnötigen Angriffsflächen, Backends, Template-Systeme und Datenbanken. \o/

# For clarity's sake, please don't say "Licensed under GNU GPL 2". \o/

Dienstag 19. Dezember 2017

# Ich finde ja nach wie vor, dass man wieder mal einen klassischen Bond drehen sollte, der wieder britischen Humor sowie Charme besitzt, dessen Darsteller kein "harter Hund" aus der Retorte und der ein bisschen locker und unschuldig ein Charmeur ist... und das Ganze mit Special Effects, die nicht aus der digitalen Kiste kommen und eine Handlung, die wieder mitfiebern lässt und die man sich auch regelmäßig anschauen kann und die auch nicht visuell in kalten, schwarz-grauen Tönen verschwindet. Und, und, und...

Und dann den Song als Titelmelodie noch dazu und ich bin zufrieden. \o/

Montag 18. Dezember 2017

# Ich habe mich ja nie mit Waffen ernsthaft auseinandergesetzt - ich kenne die Klassiker, was man damit macht und auch zum Teil, zumindest theoretisch, wie man damit umgeht... sprich, ich habe das übliche Schuljungen-Wissen einer Generation, die nach 1980 aufgewachsen ist und da und dort mal mit einem Luftdruckgewehr oder Luftdruckpistole rumwuselte. Und natürlich bastelt man in der Kindheit mit Holz oder Lego auch mal diese oder jene Massenvernichtungswaffe, um die Gegenseite an Plastikfiguren auf der anderen Bettseite zu vernichten und eine kleine Faustfeuerwaffe in den Händen hat sicherlich ein bisschen von einem James-Bond-Ostblock-Autoschieber-Wiener-Strizzi-Feeling, aber mehr tut sich da bei mir nicht. Was soll man damit auch groß machen - noch dazu in der Großstadt? Einmal runterfallen lassen, einmal damit in die Bank marschieren oder einmal in der Straßenbahn von einer in die andere Tasche geben - und man hat auf jeden Fall neue Lebenseindrücke gesammelt, die dann vor allem aus Wartezimmern bei der Justiz und dem Titelblatt auf der Kronenzeitung bestehen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Waffen sind durchaus interessant vom technischen Aspekt her... das sind jedoch Oldtimerbusse, alte Traktoren oder gigantische Industrieanlagen auch. Oder die Voyager-Sonde oder die YPS-Fingerfalle. \o/

Trotzdem habe ich mich beim Heimfahren mit dem Zug zufällig durch einen langen Wulst von MP7 für den polizeilichen Anti-Terror-Einsatz durchgelesen. Und dabei tauchen auch immer wieder so Wissens-Kleinigkeiten auf, an die man im normalen Alltag als einfacher Bürger nicht unbedingt gleich denkt.

"... Das identische Geschoss nach dem Abfeuern - die Fahnen sind absolut symmetrisch und das Geschoss erzeugt mit ca. 99% Restmasse einen praktisch absolut geradlinigen Wundkanal. Hiermit wurden insbesondere auch die Belange von Chirurgen und röntgentechnische Aspekte adressiert um eine schnelle, effektive und humane Wundversorgung zu ermöglichen. ...

... Vor allem US Special Forces machten bereits in der frühen Phase des Krieges in Afghanistan immer wieder die Erfahrung, dass Taliban- und Al-Kaida-Kämpfer ihre Kalaschnikow-Magazine in Taschen senkrecht vor der Brust tragen, wie dies bereits der Vietcong während des Vietnam-Konflikts tat. In der Folge wirkten diese Magazine gerade bei Winkel- oder Streifschüssen häufig wie eine Schutzweste und führten zur Ablenkung der Geschosse oder zumindest zu massivem Energieverlust. ...

... Das Zinn-Trainingsgeschoss zerstäubt beim Auftreffen auf Hartziele nahezu vollständig und empfiehlt sich daher auch bspw. für den Einsatz in sensiblen Bereichen, wie Öl-Bohrplattformen und Kernkraftwerken, da es das geringstmögliche Risiko von Querschlägern/Rückprallern und Funkenbildung aufweist. ... Dies bietet zwei Vorteile: zum einen ist damit gerade bei Treffern in Gliedmaßen oder andere Körperregionen mit geringer Stärke an Weichmedium trotz Projektilaustritt nur eine sehr geringe Umfeldgefährdung vorhanden. ... Das Action-Projektil soll eine Fleece-Jacke, einen Windstopper und ein T-Shirt durchschlagen haben bevor es in den Körper eindrang. Trotzdem deformierte das Geschoss regelkonform, durchdrang mehrere Organe, wobei ein geradliniger Wundkanal entstanden sein soll und wurde schließlich unweit des Wundaustritts in der Kleidung im Rückenbereich vollständig deformiert aufgefangen. Somit war unter realen Bedingungen der Beleg erbracht, dass die Öffnung des Action-Geschosses durch normale Kleidung nicht verstopft wird und dessen Deformation hiervon unbeeinflusst stattfindet. Weiter zeigte der Fall, dass der Wundkanal praktisch in gerader Linie erzeugt wird und ein austretendes Geschoss praktisch keinerlei relevante Restenergie aufweist oder gar ein Verletzungsrisiko für Unbeteiligte darstellt. ..."


So absurd es klingt, aber es ist durchaus interessant, solche Dinge zu lesen... auch wenn solche Berücksichtungen jedem Computer-Spieler der vergangenen Call of Duty und Battlefield-Ära sowieso klar sind. \o/

Nachtrag: "Ziel der Entwicklung war es, eine Munition zur Zertifizierung einzureichen, die neben den klassischen technischen Anforderungen an eine Patrone vor allem die forensischen und kriminalistischen Anforderungen erfüllt. ... Hierzu muss z. B. das Geschoss nach dem verschießen mechanisch verursachte Spuren tragen, die eine erkennungsdienstliche Untersuchung mit dem Ziel der Zuordnung des Geschosses zum Waffenlauf über Individualspuren zulassen. Hierbei wird zwischen Polizeigeschoss und Übungsgeschoss differenziert. Das Polizeigeschoss muss diese Forderung für die Zertifizierung erfüllen, das Übungsgeschoss soll diese Forderung erfüllen." Die kleine Patrone 9mm 19.

Und wieder was gelernt. \o/

Sonntag 17. Dezember 2017

# Irgendwie erschließen sich mir aktuellen Demonstrationen gegen die aktuelle Regierung nicht... die politischen Kasperl in diesem Marionettentheater haben sich ja nicht (ausnahmsweise mal) selbst gewählt, sondern wurden durch das Volk emporgehoben.

Gegen wen demonstrieren die also? Gegen die Typen da in den Politkersesseln? Gegen die Menschen, die diese "Volksvertreter" gewählt haben? Oder wie? Warum demonstriert man bei den politischen Amtssitzen, anstatt in seinem eigenen Bezirk, in seiner Gasse oder seinem eigenen Dorf? Da würde ich ja meinen Mitmenschen etwas deutlicher zeigen, was man von dieser Blau-Schwarzen Regierung hält und damit ein ernsthaftes Zeichen setzen?!

Ich bin mir nämlich sicher, dass wenn man Demonstranten fragen würden, gegen was sie da gerade demonstrieren, dann würden so klassische Antworten wie "Gegen Rassismus, für Menschlichkeit, gegen Raucherfreigabe, für die EU,..." und so weiter fallen. Nur das müssen sie ja nicht den Kasperl da oben in den Amtsstuben erklären, denn denen ist ja das offensichtlich egal, sondern den eigenen Mitmenschen nebenan und ums Eck, damit die anderen Ansichten gewinnen. Dort beginnt es und nur dort. Man bekämpft nicht die Symptome oder fertige Ergebnisse, sondern die Wurzel und Zukunft eines Problemes. Und das nennt sich außerdem nicht einfach "dagegen sein" und einfach "ablehnen", sondern... hey... "miteinander reden" und sich ruhig erklären. Ohne den Anderen zu überfahren, seine eigene, gut gemeinte Meinung mal eben dem anderen Menschen gegenüber darüber zu stülpen und auch die andere Seite ausreden lassen und dabei ernsthaft zuhören.

# "Wir Moderatoren haben das Gefühl, dass die Funktion Beiträge zu melden in letzter Zeit sehr exzessiv genutzt wird. Daraus resultiert auch die niedrige Annahmequote von Meldungen. ... Die Funktion ist nicht dazu gedacht, Beiträge zu markieren, die einem nicht gefallen. Egal wie reißerisch manche Nutzer hier schreiben, die Meldenfunktion ist nicht dazu gedacht, seinen persönlichen Unmut darüber Kund zu tun. ... Viele Nutzer stören sich an zu vielen ausgeblendeten Beiträgen und wir schränken das auch immer weiter ein. ... Es macht keinen Sinn einzelne Beiträge auszublenden, wir wollen lieber eine angenehme Diskussionskultur, statt jeden Tag mit dem Wischlappen durch das Forum zu gehen und alles zu verstecken, was uns nicht gefällt."

Die Snowflake-Generation. \o/

Nachtrag: Übrigens habe ich mir dazu auch mal den Begriff auf Wikipedia näher angeschaut - anscheinend wird mit der Betitelung Snowflake eine rechte Ausrichtung im Hintergrund des Schreibers weiterführend verknüpft, wo ich mich gleich mal distanziere. Ich sehe mich eher als links, denn rechts, aber am liebsten in der gesunden Mitte. Aber ansonsten trifft es die Beschreibung recht gut: "Immer wiederkehrende starre Abwehrmechanismen und das Verharren im eigenen Leid schränkten die geistige und soziale Beweglichkeit vieler jüngerer Menschen stark ein und ließen sie auch unbeabsichtigt entstandene Assoziationen oder Scherze als Mikroaggressionen empfinden. Das bei den Millennials weit verbreitete Bedürfnis, sich keinerlei Art von emotionalem Stress auszusetzen, führe dazu, emotionale Herausforderungen möglichst abzuwehren. Angenehme persönliche Erfahrungen seien wichtiger geworden als rationale Argumente." Man sieht das Ganze ja auch schon länger daran, dass die neue Generation auch Sarkasmus und Ironie teilweise nicht mehr erkennt, versteht oder überhaupt etwas damit anfangen kann - deswegen klappen herkömmliche Foren auch nicht mehr so einfach und generell sind Diskussionen digital und analog äußerst risikoreich, wenn man da mal nur einen kleinen, ironischen Scherz einwirft. Fragende, ernste Blicke lassen dann schnell ein flaues Gefühl entstehen und das ist irgendwie auch bedenklich. \o/

"Auch viele Psychologen halten die psychische Gesundheit der Studierenden und die Vermeidung von Traumata für ein gewichtigeres Argument als die Sorgen um die Freiheit der Rede und des akademischen Diskurses: So hätten 17 Prozent der US-amerikanischen Studierenden Angststörungen; bei etwa 14 Prozent sei eine Depression diagnostiziert worden. Dies könne eine Folge zu hoher Erwartungen der Eltern und steigenden Leistungsdrucks der Hochschulen sein. Gegen die Allgegenwart des Leistungsdrucks spricht jedoch, dass einer neueren Studie zufolge die US-Studierenden im Durchschnitt nur 19 Stunden pro Woche auf ihr Studium verwenden, hingegen 29 Stunden auf Socializing. Die Psychologin und ehemalige Professorin für Management Loretta G. Breuning hält in einem Beitrag für Psychology Today die Annahme der besonderen Verletzlichkeit der Snowflakes sogar für eine Folge der Übertreibung der Häufigkeit psychischer Störungen durch die Hochschul-Counselors und andere Vertreter psychosozialer Einrichtungen auf dem Campus, die so die weitere Aufstockung ihrer personellen Kapazitäten zu begründen suchten. "

"Ursache sei eine plötzliche Ungewissheit über Moralvorstellungen und das Leben im Allgemeinen, die eine intensive Angst produziere. Der Moralismus sei ein verzweifelter Versuch, festen Grund zu finden. Die absoluten Moralisten gewönnen ein „tröstliches Gefühl moralischer Sicherheit, wenn sie eine böse Person verfolgen, die eines ihrer heiligen Tabus verletzt hat."

Nachtrag: "Die Ansprüche an Beziehungen in den immer kleiner werdenden Familien sind stark gestiegen – ein Ausdruck dafür ist auch Overprotection durch die Eltern. Diese Ansprüche werden aber oft durch die erhöhte Vulnerabilität der Familien enttäuscht, die sich z. B. in hohen Scheidungsquoten ausdrückt. Erst recht können die hohen Ansprüche an Beziehungskontinuität und regelmäßige Zuwendung nicht auf die sozialen Beziehungen in Bildungseinrichtungen übertragen werden. ... Laut US-General Social Survey (GSS) von 2015 hat sich die Zahl der Amerikaner, die angeben, dass sie keine engen Freunde haben, seit 1985 verdreifacht. Das zeigt einen Verlust an sozialer Unterstützung und eine steigende Anfälligkeit für psychische Probleme an."

Na wir haben uns da was eingetreten.... aber das Thema ist spannender als gedacht! ^^

# "Die Aussage, die in einem Eintrag auf der Unternehmens-Website nachlesbar ist, kommt von David Ginsberg und Moira Burke aus Facebooks Wissenschafts-Abteilung. Sie werten mehrere Studien aus, die der Frage nach den mentalen Folgen der Facebook-Nutzung für unsere Gehirne nachgehen. Quintessenz: Wer auf Facebook vor allem passiv konsumiert, also die Timeline und Links liest, wird tendenziell unglücklicher. Wer auf Facebook sozial interagiert, also selbst Einträge schreibt oder mit Freunden kommuniziert, wird tendenziell glücklicher.

Im Hinterkopf behalten sollte man dabei allerdings, dass die Studienresultate Facebook auch ganz gut ins Unternehmens-Kalkül passen dürften: Seit Jahren hat das Netzwerk einen Schwund von aktiven Nutzern zu beklagen. "


Wie einsam und unglücklich macht Facebook?

Samstag 16. Dezember 2017

# War irgendwie klar, dass das früher oder später passieren wird...

"Das zeigt sich etwa im Bereich Film und TV, wo nun eine enorme Konzentration befürchtet wird. Schon jetzt sind viele US-Provider eng mit Unterhaltungsproduzenten verflochten, unter anderem soll der Medienkonzerns Time Warner bald vom Telekommunikationsriesen AT&T übernommen werden. Erwartet wird, dass die Provider künftig ihre eigenen Dienste bevorzugen werden - ein Milliardengeschäft. Praktisch könnte das so aussehen, dass jeder Provider einen „hauseigenen“ Streamingdienst unterhält. Wer dann noch zusätzlich einen anderen Dienst, etwa Netflix, nutzen will, muss dann extra in die Tasche greifen - ganz zu Schweigen von Netflix selbst. Das Internet werde dabei ein „Pfand zwischen Unternehmen, die Fernsehunterhaltung verkaufen wollen“, schreibt etwa das Techportal The Verge. Es drohe zu einem Produkt zu verkümmern, das „eher dem Kabel-TV gleicht als dem bisherigen, offenen Netzwerk."

Die US-Telekomaufsicht FCC hat am Donnerstag die Netzneutralität gekippt - Folgen für Europa befürchtet. Und das wirklich Traurige an der Sache ist, dass es zwar einen kleinen Aufschrei jetzt gibt, aber in wenigen Tagen sind diese Schlagzeilen auch wieder bereits durch andere News ersetzt worden. Dazu wird auch die Politik und die Wirtschaft beitragen, denn das Konzepz ist selbstverständlich auch für europäische Konzerne interessant und wird folgen.

Wobei wir uns in den letzten Jahren sowieso schon sehr weit von dem "freien Netz entfernt haben, abgesehen davon, dass es eh nie ganz frei war, sondern einfach nur nicht reguliert oder mit genug Grauzonen, die auch nicht weiter vertieft wurde. Aber jetzt hört auch das langsam mehr und mehr auf. Und auch hier greift wieder die kollektive Demenz um sich und die meisten Leute beziehen sich beim Betrachten der Situation auf die letzten paar Jahre und sind der Meinung, dass da nun eh nicht so ein großer Unterschied mehr ist... nur sind das meistens Jüngere, die vor 20~ Jahren eben noch nicht dabei waren und erst in den letzten 10 bzw. 5 Jahren Teil des Netzwerkes geworden sind und gleich direkt mit Facebook und Co. gestartet haben. Das verändert natürlich massiv den mentalen Zugang zu dieser Thematik. Die wachsen auch mit Wortfiltern und dergleichen auf und sind gewohnt, dass überall ein großer, fetter Konzern mit Logo hinter allem besteht und denken oft, DAS ist das Internet. Es ist halt frustrierend, wie es Jahr für Jahr weiterbröckelt, anstatt dass es sich in ein freieres Netz entwickelt. So war nämlich mal der Gedanke unter vielen Nutzern. Aber der Kapitalismus als gesellschaftliche Basis wird immer seinen Teil zur Kontrolle und Einschränkung beitragen. Ich habe da bereits aufgeben und glaube nicht, dass ich da noch ein anderes Zeitalter erleben werde - es sei denn, Europe und Andere versinken in einem Krieg eines Tages, der wiederum Alles resetet und neue Formen schafft... aber sogar da wird es sich kaum mehr anders richten und wenn, dann sowieso kurz darauf wieder an Einzelpersonen scheitern, die ihr persönliches Ideal vor dem Wohl der Anderen stellen.

Ich bin ja dafür, dass wir uns wieder lokal direkt vernetzen... LAN-Partys sind wohl bald erneut ein gelebter Klassiker.


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