Donnerstag 17. März 2016

# Bei diesem "neuen" Plan zwischen EU und der Türkei und "Einer der entscheidenden Punkte dabei: Die Türkei nimmt auf den griechischen Inseln ankommende Flüchtlinge zurück. Die EU soll für jeden Abgeschobenen einen anderen syrischen Flüchtling aus der Türkei aufnehmen"... stellt sich die Frage, was passiert, wenn ein weiteres Land in der Gegend wieder akut kippt?

Und "Insgesamt geht es dabei um zunächst 72.000 Flüchtlinge, die im Rahmen bereits bestehender Beschlüsse zu Umsiedlungsprogrammen verteilt werden sollen. ... Entgegen der Ablehnung vieler EU-Staaten hielt EU-Präsident Martin Schulz am Donnerstag an einer Verteilung der Flüchtlinge in der Union fest." Und mit den Flüchtlingen und ihren Zielen und Wünschen haben sie auch Rücksprache gehalten? Dass vorgebene Länder da nicht so gut ankommen bzw. klappen, sollte auch bereits bekannt sein.

Und spannend wird die neue Abhängigkeit auch dann, wenn die Türkei mit anderen Ländern in Konflikt tritt oder die Sache mit Zypern zum Knarzen beginnt... aber schlußendlich bleibt, den meisten Flüchtlingen wird so nicht geholfen und das EU-Konstrukt bröselt weiterhin - mit fragwürdigen, langfristigen Folgen beim momentanigen Kurs und Situation innerhalb der Türkei. Sollte man dort tatsächlich "Flüchtlinge auslagern", wird es irgendwann eine neue Welle geben, denn versuchen werden sie es weiterhin und auch die Türkei hat schließlich wie Rest-Europa eigene Probleme abseits dessen zu stemmen - nicht nur Flüchtlingslager. Und wie die Behörden dann zudem reagieren werden, wenn Flüchtlinge partou weiterwollen.... mmmhhh. Der Fleckerlteppich wird immer schwammiger. Irgendwie versagt Europa weiterhin vollkommen und jetzt lagert man halt die Probleme aus, verschiebt sie aber nur mal eben.

Nachtrag: Spiegel-Korrespondent verlässt Ankara.

# So macht man die Lage ganz sicher besser. Und spielt auch ganz sicher nicht den Rechten mittelfristig in die Hände... /ironieoff

Wiener Schuldirektorin erhält "Maulkorb-Erlass". Solche Probleme noch immer zu negieren, hilft ja niemanden und dass das gesellschaftliche Karma durch Schüler mit unzureichender Bildung, Deutschkenntnissen und dergleichen nicht besser wird, ist eigentlich auch irgendwie klar. Und das sind hard facts und haben nichts mit links, rechts, mitte, quer oder was auch immer zu tun. Seufz.

# Naaa? Habt ihr eh alle brav euren Adblocker deaktiviert, damit ihr die Newsseiten ehrlich und unterstützend lesen könnt? Oder zahlt vielleicht sogar für Light-Werbung stattdessen? Sehr gut.

Oh... ja, was ist denn das? Erpressungstrojaner auf Websites von New York Times und BBC. Nein!??! Aber wirklich nicht... aber... das kann ja gar nicht sein?!? Na oje! \o/

Dienstag 15. März 2016

# Kann mir das Jemand mal erklären? "Verschlüsselte Daten, Bitcoin-Zahlung und der Staat. ... Zwei spezialisierte Unternehmen für Datenrettung bekommen dem Bericht der dpa zufolge rund 100.000 Euro für ihre Dienste. Weite Kosten fallen für Überstunden der Mitarbeiter an, außerdem Kosten im Hard- und Softwarebereich."

Kosten im Hardware-Bereich? Da wurden Daten durch einen Trojaner verschlüsselt und durch eine Zahlung teilweise wieder entschlüsselt, der Rest muss oder wird via Backups oder dergleichen hergestellt. Aber 100.000 Euro und zudem auch Hardware-Kosten? Was ist damit gemeint? Ein USB-Stick für einen Mitarbeiter, damit er ein Backup-Tool konfigurieren kann - oder tauschen die einfach mal Geräte aus, weil die "ja kaputt" sind? Was geht denn bei denen bitte ab?! \o/

Nachtrag: Aja, ein Kommentar verweist auf einen anderen Artikel: "Warum dies so ist verschweigt der Artikel. Es ist nämlich offenbar keineswegs so das dies ein Verschulden des Trojaners war, vielmehr einer völlig dilletantischen "Fachfirma" die vorher für die EDV zuständig war. ... Zitat "Ein weiterer schwerer Fehler sei die versuchte Rücksicherung des Servers gewesen, ohne vorher die Originaldateien zu sichern: Danach seien Server und Daten endgültig zerstört worden. Und schließlich habe eine Neuinstallation des Backup-Programms auch noch sämtliche Protokolldateien der Datensicherung vernichtet. [...] Auch Bürgermeisterin Christine Konrad stellte klar: „Ohne die Rücksicherung des Servers zwei Tage zuvor wären alle Daten wieder vorhanden gewesen." Ist jetzt die Frage, wo dann die Kosten für die 100.000 Euro herkommen? Sollte dann doch wohl die zuständige Firma als Schadensbegrenzung übernehmen.

Nachtrag: Noch ein Hinweis von einem User auf einen anderen Beitrag "...externe Sicherungen trotz eines seit 2013 andauernden Server-Umbaus nicht für zwingend nötig erachtet worden." Hrhrhrhr!

# Nix Facebook: Deutsche Unternehmen kommunizieren lieber per Fax. Früher hätte ich darüber gelacht, jetzt muss man (ich) ja glatt sagen, kann das fast ein Vorteil sein und ist auch besser so. Auch wenn ich selber kein Fax habe oder gar je ein eigenes Gerät dafür besessen hatte, wäre oder ist mir das fast noch immer lieber, als ein Facebook-Account für die Kommunikation mit einer Firma.

Fax, Email und SMS ist eine gute und solide sowie sehr verlässliche, technische Basis, mehr oder weniger Betreiber-unabhängig und funktioniert mit fast allen - auch älteren - Geräten, ist archivierbar, durchsuchbar, "Backup"-bar und bis auf die Übertragung durch den Provider in der Hand des Kunden und des Unternehmens. Warum sollte man auch die Inhalte an Konzerne auslagern und dort auch noch abhängig sein von ungeplanten Änderungen, unfreundlichen AGBs und dergleichen?

Und wie es ein User in den Kommentaren auch anführt - irgendwie versumpern viele Unternehmen weiterhin und mehr und mehr zu viel Zeit mit der Facebook-Sache, auch wenn das "Feedback" oder der Nutzen teilweise viel geringer sind, als immer so dargestellt wird. Lieber die eigene Firmen-Webseite mobil tauglich machen, flotte Ladezeiten beachten, freundlich und übersichtlich gestalten - und vor allem informativ sein. Ohne Account, Login, Like-Box, Newsletter-Popup, Werbelayer und so weiter... ich denke, da könnten viele Unternehmen deutlich punkten und zugleich bei ihren Kunden Nutzen erbringen und selber dadurch gewinnen. Facebook ist da eher eine Randerscheinung.

Ich selber bin schon extrem genervt, wenn man zum Beispiel eine Webseite eines Lokals durchstöbert, die aktuelle Speisekarte und Öffnungszeiten sind jedoch bitte auf Facebook zu entdecken. Und dort erwartet mich nach dem zweiten Klick die Anmeldebox und komme nicht mehr weiter, zudem ladet sich das Ganze halb tot und die Kommentare lesen sich belanglos oder wie Werbebotschaften. Danke nein.

# Wie man ja weiß, traue ich Routern und Co. eher kaum bis gar nicht über den Weg. Solche Meldungen bekräftigen da meine Meinung weiterhin: "Forscher finden reihenweise Sicherheitslücken in Embedded-Linux-Systemen. ... Bei knapp 10 Prozent aller untersuchten Images – konkret 887 von 9496 – fanden sie Sicherheitslücken. Betroffen waren insgesamt 89 Produkte, die Mehrzahl davon Access Points und Router." Die 10 Prozent schrecken mich nicht mal so ab, das findet sich auch woanders und ist fast niedrig, aber der Router-Fokus ist halt das Bedauerliche.

Und zu dd-wrt findet man kein Feedback bei dem Artikel, außer, dass es mehr und mehr veraltet. Die offizielle, aktuelle Version scheint von 2008, die Nachfolger-Variante von 2013 zu sein - mh. Jetzt haben wir 2016... und auch die Angriffspunkte haben sich verändert, entwickelt und erweitert. Da fehlt mir also die Motivation dazu.

# Schon spannend, dass Russland nun für Alle überraschend seine Truppen größtenteils aus Syrien abziehen will, weil "Aufgabe nun erledigt". Bin neugierig, wo da die nächsten Kritikpunkte der "Gegenseite" sein werden. Vermutlich wird es mittelfristig dann den Vorwurf geben, man hat Chaos hinterlassen und es war ein Fehler und so weiter.. was schon amüsant wäre, weil das kennen wir ja auch umgekehrt. Mal die nächsten Tage den Journalismus durchstöbern.

# Hrhrhrhr... naja, irgendwie ist es schon recht gut.

"As a twenty year old single male I think it's very hard to find a girl who's actually interested in free software. I've had girls jokingly ask to "Netflix and chill" but when I tell her that I don't use Netflix since Netflix requires proprietary software to stream content, they stop talking to me. And worse if they do stay they think I'm weird since I blocked google IP's in my host file and we can't even watch youtube. I can't ever seem to get girls to come over to my place and I can't text them either. Once I get their numbers since I've added customs roms to my phone and refuse to use sms since it's a security concern I require all of my friends to download a free and open source messaging app and I share with them my public gpg key so that we can verify that our conversations are secure. None of my friends are willing to do this. And I can't use sites like tinder since it's not only proprietary software but a major privacy vulnerability. How come it is so hard to find a girl concerned about software freedom. I feel like I'm going to be a virgin forever."

Montag 14. März 2016

# Und hier noch Nerds, wie man vor mehr als 30 Jahren Emails mit einem Wählscheiben-Telefon einem Empfänger zustellte. Historisch und amüsant.

# John Oliver von der satirischen Last Week Tonight Show zu dem Thema Verschlüsselung und Apple. Ist sogar gut. Ansehen!

# Was mich gerade ein wenig verwundert... gestern gab es nicht nur den Anschlag in der Türkei mit der Autobombe, sondern auch einen Angriff auf Urlauber an der Elfenbeinküste. Laut ORF-Bericht sind auch Europäer unter den Opfern, auch (eine?) Deutsche.

Ein Blick soeben heute morgen in die Online-Ausgabe der FAZ und Süddeutschen... nichts unter den Teasern, stattdessen ein Nebenbericht in einer Unterkategorie. Verwunderlich, denn bei dem ersten Attentat auf Badegäste hatte das schon eine andere Dynamik. Dafür ist eine Schießerei bei einer Hochzeit an der primären Stelle.

Und interessant ist auch, dass die Autobombe in der Türkei bei der FAZ ungewöhnlicherweise eher bereits unter Nebenbei läuft, obwohl gerade die Türkei ein "wichtiger, ausschlaggebender" Partner ist und bisher auch ständig im Fokus war, da waren ja die Schließungen der Zeitungen mehr im Fokus. Da könnte man doch glatt glauben, dass man Ruhe streuen will, um sich nicht einen unnötigen, politischen Nagel einzutreten. Mh.

# Nach bald zwei Jahrzehnten vor der Kiste, fällt mit dem heutigen Tag eine Bastion... ich habe mir tatsächlich einen Clipboard-Manager installiert. Man stelle sich das vor! Ich habe diese Dinge bisher immer abstoßend gefunden und als unnötigen Firlefanz von Featuresüchtigen Pseudo-Nerds gesehen, die zu faul sind und alles vorgekaut wollen... aber nachdem ich vorhin gleich zweimal versehentlich die Zwischenablage verloren habe mitsamt sehr viel Arbeitszeit und Nerven und ich auch nichts davon wiederherstellen konnte, bin ich der Versuchung nun erlegen. Wer hätte das je gedacht?! \ô/

Sonntag 13. März 2016

# "Vom Acker auf den Teller: Wie sich die Deutsche Telekom die Digitalisierung der Lebensmittelproduktion vorstellt."

# Ich habe mir gestern am ächzenden Tablet noch schnell einen Satz aus einem Blog kopiert: "Wir haben es nun einmal mit einer Generation zu tun, die nie aus ihrer Blödheit herausgekommen ist, die nicht mehr Wissen gelernt hat, sondern „Kompetenzen”, auf deutsch: Twittern und Googeln. Für die ist wahr, was in Wikipedia steht. Und in Wikipedia steht, was ihresgleichen da reinschreibt." Wie wahr.

Als ehemaliger Anhänger von Wikipedia und auch natürlich bis heute immer wieder Nutzer dessen, vor allem wenn man in der Google-Suche rumkugelt, sehe ich das Teil immer skeptischer. Vor allem deswegen, weil auch die geistige Elite mehr und mehr dazu übergeht, sich so wie auf Twitter selber hochzuschaukeln, dabei unbemerkt im eigenen Themen-Sumpf einsinkt und daraus neue Gültigkeiten entstehen, die dann demenstprechend auch medial verbreitet werden, da viele Journalisten und Schreiber und so weiter. Da sind Themen wie Hass-Postings und dergleichen ganz empfindliche Wunden und werden sehr umfassend mit Intellekt verstopft und mit einer Würze an emotionaler Naivität in Bezug auf die breite, dumme Masse, die dem Herdentrieb folgt. Führt natürlich zu Konflikten und keine Seite versteht die Andere (oder will sie besser nicht verstehen, weil man will ja nicht auf diesem Niveau enden - egal in welche Richtung).

Und das ist irgendwie auch die Gefahr bei Wikipedia - weil dass die Inhalte nicht nur aus harten Fakten bestehen, sondern auch aus Emotionalität und aktuellen Geisteshaltungen im positiven und negativen Sinn, ist ja wohl recht klar. Und speziell die junge Nutzermasse, die sich dann auch mal austobt, ist da schon so ein Faktor - weil eben langes Recherchieren oder Prüfen von Inhalten nicht unbedingt eine Stärke ist (was auch nicht leicht ist, in einer entfremdeten Zeit heutzutage, wo man kaum noch weiß, was ist, wie es ist). Und wenn die ihre Thesen der Masse füttern und sich selber gegenseitig, formt sich ungefähres Wissen zu Sachwissen, das sich dann ja ironischerweise belegen lässt - just mit den kruden Thesen, die vorher mal eben gedankenverloren in irgendwelchen Blogs oder News-Blättern und wackligen "Studien" publiziert wurden. Und dann ist eine Sache oder Fakt auch nicht mehr falsch.

Intelligenzbolzen sagen nun natürlich, das gab es Alles schon immer so und früher sogar noch mehr, weil es noch schwieriger war, da gegenzuprüfen. Ich sage, ja, das sicherlich - aber gerade ist da irgendwie so ein neuer Schwall dabei, sich deutlich zu festigen und das Fahrwasser zu richten - und die Gegenkontrolle bleibt nach einer eher kritischen Ära jetzt wieder auf der Strecke... weil man mag ja emotional und gesellschaftlich nichts falsch machen. Die Ironie dabei ist aber, dass es genau das anrichtet wiederum. Blabla. Egal.

# Ich stelle mal folgende Behauptung auf: dass Foren mehr und mehr und weiter in der Versenkung verschwinden, liegt auch daran, dass sich die wenigstens Foren-Bastler-Teams und auch die großen Foren zu verschiedenen Themen schlicht und ergreifend einfach nicht um eine saubere, mobile Umsetzung kümmern und in völlig veralteten Layouts stecken. Da tut sich einfach nichts mehr und das Lesen am Smartphone besteht aus Zoomen, Wischen, Verschieben, Wegzoomen, Buttons mit Glück treffen und wieder Zoomen und Rumfitzeln. Aber dafür gibt es massenweise aktuelle Plugins für Facebook und Co... was ja auch irgendwie absurd ist, in einem älteren, sterbenden Forum auf ein mobil angepasstes Forum eines Großkonzernes zu verweisen?!

Nachtrag: Der geneigte Leser weiß natürlich, was das tragischerweise heißt. Richtig, ich schnüffel schon wieder (! \o/ ) in Foren-Lösungen rum und teste Installationen nebenbei. Ich kann es einfach nicht lassen. Das ist so dieses Steckenpferd, das einem nicht los lässt. So wie andere mühsame Menschen, die dann partout Etwas extra kompliziert immer und immer wieder machen, dann einem fragend anschauen, weil es nicht klappt und jedem auf den Nerv gehen, anstatten es einfach sein oder machen zu lassen. Man könnte es fast als digitales Tourette-Syndrom bezeichnen. Tja, ist halt so.


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