Sonntag 07. Februar 2016

# Heute kurz mit meiner Nachbarin geplaudert und sozusagen Tauschgeschäfte an der Türe betrieben... und so nebenbei einen alten Landkartenmesser geschenkt bekommen. So ein altes Teil - aus den 70ern, mechanisch mit Zahnrädchen, Metall und mit Stielgriff - mit dem man Distanzen auf Landkarten inklusive den Kurven messen konnte (und kann). Mit einer Skala für die verschiedenen Maßstäbe. Irgendwie ein feines, gutes Stück und sogar noch ohne Akku, ohne Updates, ohne zerbrechliches Display oder Knöpfen - optisch fast ident zu dem Teil hier.

Werde ich wohl im Alltag vermutlich und natürlich nicht so oft einsetzen, aber sowas ist ja vielleicht mal bei einer Wanderung oder dergleichen aus Spaß lustig (oder gar nützlich, wenn ein Braunbär das Smartphone verschluckt hat und ein Wolf das Ladekabel und man zudem nackt und nur noch mit dem Kurvenmesser und einer Landkarte aus den 90ern da steht und heim möchte).

# Bei der Wikimedia-Mailingliste wird gerade eine Alternative zu der Mailingliste in einem Beitrag angeboten bzw. diskutiert. Eine mit JS-Krams vollgestopfte Discourse-Installation. Aha. "Why should they come here? Try out this alternative to wikimedia-l mailinglist. Here you can like posts!" Yeah, großartig... Einträge liken... das hat natürlich noch gefehlt! Endlich der gleiche Schrott wie bei allen anderen Plattformen, es geht aufwärts... Und bunte Smilies gibt es auch! Ja, jetzt ist alles gut.

(Ich gehe mal kurz weinen...)

# Psychedelisches Geschichts-Video über Japan. \o/

# Frage: Ist jemand von Euch bei den (mittlerweile eh schon medial vergessenen) Alternativen wie Diaspora, GnuSocial, Twister, LiberTree, Movim oder wie auch immer sie alle sonst noch so heißen? Nützt das wer rege und ist dort aktiv? Die paar Versuche meinerseits dort Fuß zu fassen, haben fast immer in einer recht umfangreichen, nüchternen Langeweile geendet, weil sich nichts getan hat (schon paar Jahre her alles)...

# Irgendwie geht mir das "Internet" gerade aus.

Twitter ist mehr und mehr unergiebig, vor allem weil sich in den journalistischen Kreisen alles nur mehr um Flüchtlingspolitik und Links und Rechts dreht, andere Themen werden nur mehr am Rande gestreift oder man verliert sich in der Hyperventiliation wegen der Umstellung auf eine andere, optionale Sortierung der Postings bei Twitter (wobei das auch für mich uninteressant wäre), auf Google+ lassen die Kommentare irgendwie mehr und mehr nach und werden weniger inhaltsreich, Facebook, Ello, Xing - und wie sie alle noch heißen - sind mittlerweile völlig uninteressant, verursachen höchstens Kopfschmerzen, weil Leute glauben, sie können dort alles posten unbemerkt und man bekommt es nicht mit, jaja, und die meisten Newsportale schreiben das Selbe und zumeist noch dazu voneinander ab.

In Foren regt sich auch wenig, bis auf die paar alten Kampfposter, die sind meistens eher anstrengend und mühsam, die paar technischen Blogger, die ich so in meiner Liste haben, posten ja auch nichts mehr und dümpeln vermehrt still und fad auf Github rum und die paar wissenschaftlichen Seiten, die früher immer sehr lesenswert waren, werden in ihren Publikationsintervallen immer träger. Und bei ein paar Mailinglisten ist auch gerade eine Flaute. Scheint wohl bereits eine Frühjahres-Müdigkeit zu grassieren...?

Nachtrag: Mal einen Blick auf die deutschsprachige Huffington Post geworfen... nach 30 Sekunden wieder geschlossen. Aber sowas von politisch verwässert. Ich packe diesen Meinungsjournalismus gar nicht mehr (das darf nur ich!) - egal ob bei der FAZ, Welt, Spiegel, Presse oder so Chaos-Dingern wie der Huffington Post. Mehr und mehr vetrete ich ja die Meinung, das selbstlernende Computer anhand von grundsätzlichen Algorithmen die Nachrichten übernehmen sollten - und ganz nüchtern und sachlich emotional logische Ansichten präsentieren. Und wenn es in Stichwörtern ist.

Nachtrag: Beispiel: Nordkorea-Langstrecken-Raketen-Test... alle Welt regt sich darüber auf, dass die das einfach machen, tun und noch dazu auch nicht fragen... Nein? Doch! Ooohhh! Mhm. Als ob die Amerikaner, Deutschen, Franzosen, Russen oder Länder wie Australien, Indien und Japan da mal vorher nachfragen oder sich um die Ansichten der Anderen kümmern würden bei ihren Raketentests. Tun ja das Selbe ebenso einfach nach Lust und Laune. Aber auch bei uns der große (eindeutig amerikanisch übernommene) Aufschrei und der laute Ruf nach "KONSEQUENZEN!" und "Bruch von irgendwelchen Vereinbarungen". Wenn wenigstens alle ehrlich offen und laut sagen würden, dass sie einfach selber gerne an der Spitze des Hebels sitzen möchten, die Mächtigsten sein wollen und die Anderen sollen am Besten unbedingt so klein wie möglich bleiben. Dann wäre das Ganze nicht so verlogen und billig übertüncht mit Empörung, ist ja fast schon peinlich!?!

# Egal, wie dramatisch das Ganze prinzipiell ist: Attentäter sprengt sich aus Flugzeug - und dann sieht man das kleine Loch dort... es ist sowas von völlig absurd, verrückt und voller Ironie. Fast amüsant, wenn es keinen ernsten Hintergrund hätte. Die Menschheit ist wirklich schon komplett verblödet. Da wird man mühselig in das Leben geworfen, lernt mühsamst reden, aufrecht gehen, sich bewegen, mit seiner Umwelt zu agieren und so weiter - und dann sprengt man sich mal eben aus einem Flugzeug raus. Kopf > Tischplatte.

Samstag 06. Februar 2016

# Heute andere Dinge zu tun gehabt, aber amüsant ist die aktuelle Meldung, dass mal wieder ausgerechnet ein Virenschutz dafür verantwortlich ist, sich... Viren einzufangen.

"This entire situation is extremly funny and tragic at the same time. User who purchased an antivirus to bolster their security are practically being delivered a live backdoor, no matter if they wanted it or not."

Dieses Mal dreht es sich übrigens um Avast. Mimimi. Ich verwende ja keinen Virenschutz mehr, liegt aber auch daran, dass ich mich nur mehr wenig im Netz an den dunklen Ecken rumtreibe, sowieso fast alles auf den restlichen Webseiten sperren und filtere, ebenso Werbung, Javascript praktisch fast durchgehend (bis auf Ausnahmen bei G+ und Twitter), Cookies und fast immer auch ebenso nachgeladene Daten von Drittservern (manchmal bei Bildern mühsam natürlich). Und Emails nur im Text-Modus und Anhänge sowieso nur maximal von Freunden und da sind es eigentlich auch nur Bilder, wenn überhaupt. Alles Andere kommt mir da nicht auf den Rechner. Und vermehrt und immer wieder surfe ich eben mit Elinks - die Chancen, dass da was passiert, sind eher gering. :o)

Erspart mir Alles diese ganzen Mühseligkeiten mit Updates, PopUps, False/Positive-Fehlern und sonstigen Hinweisen, reißt nicht ein zusätzliches Loch in das System zudem und belastet den Rechner weniger und so weiter.

Übrigens, eine kleine Randnotiz am Rande - ich habe jetzt tatsächlich ein paar Mal bereits getestet, bestimmte Webseiten (Blogs) mit wget (und ein paar Filtern im nächsten Schritt) abzuholen, als Text-Dateien abzulegen und dann am Abend quasi offline sauber in reiner Textform und unkompliziert in Ruhe zu lesen. Fühle mich da zwar ein wenig wie ein Richard Stallman (falls jemand den Schmäh kennt: er sammelt Webseiten und lässt sie sich dann per Email zuschicken und surft auf diese Art und Weise) ist fast ein bisschen wie RSS lesen, aber halt nur ohne RSS und selbstgemacht (plus automatisiert). Etwas Spaß muss ja schließlich auch sein.

Freitag 05. Februar 2016

# Ich bin heute hier im Blog etwas nostalgisch angehaucht - deswegen empfehle ich noch zusätzlich als Nachtrag einen Blick auf diese alten Telefonleitungen in Stockholm zu werfen. Jahrgang 1887 bis 1913. Daher kommt wohl auch der Spruch "Du, ich glaube, die Verbindung ist abgerissen!" oder "Entschuldigung, wir sind anscheinend falsch verbunden!"

Nachtrag: Sehr empfehlenswert sind auch diese dort verlinkten, historischen Fotos, die das Ganze umgeknickt oder beschädigt zeigen oder eben vom großen Turm selber. Und ebenfalls die damaligen Arbeitsplätze in der Amtsstation. Das waren Zeiten!

# Weil die Welt mal wieder - so wie alle paar Tage - über die Übernahme Europas durch Russland schreibt und dazu ein unvorteilhaftes Konterfei von Putin dazuklatscht (also eh das übliche wie immer seit Monaten nun schon), fällt mir glatt der verstorben Scholl-Latour ein (seine Zitate schwirren ja eh ständig durch das Netz):

"Wenn Sie sich einmal anschauen, wie einseitig die hiesigen Medien, von TAZ bis Welt, über die Ereignisse in der Ukraine berichten, dann kann man wirklich von einer Desinformation im großen Stil berichten, flankiert von den technischen Möglichkeiten des digitalen Zeitalters, dann kann man nur feststellen, die Globalisierung hat in der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt. Ähnliches fand und findet ja bezüglich Syrien und anderen Krisenherden statt."

Das ganze, zweiseitige Interview hier und dann passen dazu noch die 10 Grundsätze des Krieges dazu.

# Relevant. Falls mal jemand abgemahnt wird und in Panik versinkt. "Justizminister Brandstetter: Ansehen von Piraten-Streams nicht illegal".

# "So weit hätte es eigentlich gar nicht kommen dürfen, wenn die Gründerväter recht behalten hätten. Sie glaubten an die Selbstreinigungskräfte einer vernunftgesteuerten Gesellschaft. Wissende würden sich schon mit Argumenten gegenüber Unwissenden durchsetzen. Gemeinschaften würden sich selbst befrieden, Trolle würden isoliert. „Wir werden eine Zivilisation des Geistes schaffen“, schrieb der Internetaktivist John Perry Barlow noch 1996 in seiner legendären Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace." Das Internet ist hässlich geworden, feindselig, erregt.

# Ich habe von der Führung von Betrieben keine Ahnung. Finanz-Dau. Aber ein Bauchgefühl und das ist relativ gut. Da frage ich mich, ob das die nicht auch schon vorher hatten? Irgendwie war das doch mehr als nur absehbar, nämlich auch schon damals bei den ersten Bröseln... liegt aber vermutlich auch daran, dass Investoren, GFs und andere Menschen der oberen Liga selber nie (anonym) in solche Geschäfte eingekaufen gehen bzw. bei den billigeren Alternativen online und so weiter - denn anders kann ich mir das irgendwie nicht ganz erklären.

Nachtrag: Handelsexperte kritisiert Dilletantismus bei Eybl-Übernahme

# Auf Google+ das Bild hier und das hier aufgeschnappt... eine humanoide Datenbank aus früherer Zeit. Spannend zum Anschauen - die langen Ausleger hinten sind für die ausgezogenen Laden, die auch ganz schön umfangreich sind. Man sollte ja übrigens glatt mal die junge Generation fragen, was sie glauben, was das auf den Bildern sein könnte?! Nachdem die Jüngeren nämlich heute fast nur mehr mit Apps und Co. in Berührung kommen, fehlt ihnen sicherlich auch die Vorstellung bzw. das Gefühl von Datenbanken und ähnlichen, systematischen Strukturen an sich.

Nachtrag: Fehlt eigentlich noch das analoge Wikipedia übrigens - in Form des sogenannten Zettelkasten.

Nachtrag: Hier noch ein Bild aus der Zeit, als jeder Mitarbeiter die Leistung von gerade mal 4-Bit hatte... :O)

Nachtrag: Oha, das Archiv-Ding gibt es nach wie vor und es läuft sogar! Hier geht's zum Video... \o/

# Heute gibt es mal zur Abwechslung eine kleine Erklärbär-Minute. Ich vermute mal, die Meisten die hier mitlesen aus meinem Umkreis, sind nicht ganz so die Computer-Nerds (dazu ist ja auch mein eigenes IT-Level zu niedrig) und führen stattdessen ein ganz normales, ordentliches Leben und widmen sich eher sinnvollen und gesünderen Dingen im Alltag, schauen aber dennoch hier von Zeit zu Zeit rein, weil es lesbare, einfache Häppchen gibt, die man schnell und unkompliziert verdauen kann - auch ohne Vorkenntnisse und weh tun sie auch nicht. Hoffe ich mal.

Deswegen gibt es also heute einen kleinen Einblick, wie Computer so "laufen", aber wirklich auf der sehr rudimentären Basis und vielleicht auch durchaus interessant, wenn man mit der Materie nicht viel anfangen kann.

So zum Beispiel verlinke ich hier gleich auf die Sprungmarke 12:40 bei diesem Youtube-Video, danach sollte man es sich von Anfang an anschauen und ebenso finde ich daraufhin dieses Video mit seinen Erklärungen und Einblicken in den Ablauf eines 8-bit-Computers sinnvoll. Man kann jetzt vielleicht mit dem Gesehen nichts direkt anfangen in dem Sinn, aber es hilft ein bisschen, die Berührungsangst mit Technik zu verlieren und mal so die Grundprinzipien zu "sehen". Etwas Englisch ist allerdings bei beiden Videos Voraussetzung.

Nachtrag: Und hier noch ein nettes, harmloses Video, in dem erklärt wird, wie die Grafiken bei alten Computerspielen eigentlich so funktionieren (wird in der Mitte mit den sichtbaren Beispielen interessanter).

# "Die Podcasting-Szene wird explodieren, sagt der Digitalexperte Rex Sorgatz für 2016 voraus."

Wenn man sich so den Artikel durchliest, fragt man sich schon... haben die schon mal von Hörbüchern gehört, die schon länger hoch im Kurs stehen? Irgendwie verkommt jetzt das Wort Podcast zu so einem Hipster-Wort, findet ihr nicht auch? So Altes neu erfunden und jetzt neu vermarket und mit dem gleichen Zeugs neu Geld machen?

Also, ich höre ja schon seit Jaaahren (hüstel) "Podcasts" in Form von Serien, Thrillern, Geschichten und Co. - zum Beispiel Aloysius Pendergast und ähnliches. Oder auch Wrint und Co. Aber gut, bin vermutlich auch am absoluten Puls der Zeit. Schnell noch Sneakers anziehen und ein Startup für USB-Sticks in Kassetten-Form, speziell getunt für Podcasts, gründen und ich bin endlich mal zur Abwechslung in der Gesellschaft angekommen.


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